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  Top of the Rocks 2023 - Teil 2

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Mittwoch, 14.06.2023 (Tag 4) - Park to Park

 

Auch heute klingelt der Wecker wieder um halb sieben. Wir gehen wie immer erstmal Waffeln fruehstuecken, sofern es ein Waffeleisen gibt, bevor wir unsere sieben Sachen fuer den heutigen Tag zusammenpacken. Auch heute werden wir wieder etwas fuer uns ganz Neues ansehen, aber auch alte Erinnerungen auffrischen.

 

Und damit fangen wir gleich mal an. Wir verlassen Moab ueber den Highway 191 nach Norden, biegen dann links auf die 313 ab und fahren zum Dead Horse Point State Park. Um dreiviertel neun stehen wir am Park Sign und freuen uns, dass wir das noch nicht kennen. Bei unserem ersten Besuch hier 2014 stand da noch ein ganz anderes.

 
   

 
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Um kurz vor neun halten wir am Visitor Center und gehen dort ein wenig spazieren. Hier gibt es kurze Trails entlang des Basin Overlooks oder des Desert View Overlooks mit einem tollen Blick hinunter ins Tal. Auch die Potash Ponds kann man vor hier bereits prima sehen.

 

Waehrend Michael etwas spaeter die sanitaeren Einrichtungen des Visitor Centers benutzt, stelle ich fest, dass das WiFi hier so gut ist, dass ich mal einen kurzen Videoanruf nach Deutschland versuchen koennte. Und tatsaechlich klappt das problemlos.

 
   

   

   

 

 

 

 

 

Danach fahren wir weiter und stoppen wie beim letzten Mal an einem der Overlooks, wo man einen atemberaubenden Blick hinunter ins Tal hat. Man sieht den Colorado River und davor die Potash Road mit dem Gooseneck Overlook. Michael moechte ich bei diesen Stops immer am liebsten festbinden, denn er neigt dazu, viel zu nah an die Abrisskante heranzugehen. Also was er kann, kann ich auch... (sieht schlimmer aus als es ist)

 

 

   

   

 

 

 

Die Strasse endet am Parkplatz des Dead Horse Point, den wir um kurz vor zehn erreichen. Wir spazieren von View Point zu View Point und bewundern die sagenhafte Aussicht hier oben. Der State Park ist tatsaechlich ein absoluter Traum und ein Muss fuer Rote Steine Junkies wie uns.

 
   

   

   

 

 

 

 

 

Nachdem wir genug gesehen und noch mehr fotografiert haben, verlassen wir den Park wieder. Eine Slideshow zum Dead Horse Point State Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Jetzt wollen wir weiter zu einem Punkt, der schon ewig auf unserer Bucket List steht. Nicht weit vom Parkeingang zum Dead Horse Point State Park entfernt zweigt links die Big Flat Road ab. Also „eine“ Big Flat Road, denn hier in diesem Gebiet scheinen nach Google Maps alle Back Roads Big Flat Road zu heissen.

 

Wir fahren so weit wie moeglich, doch irgendwann kommt eine Stelle, die ist mir zu gefaehrlich fuer den Mietwagen. Jetzt muss ich aber von meinem Veto-Recht Gebrauch machen, hab ich schließlich schriftlich!

   

Ohne gross zu murren parkt Michael den Ford um kurz nach halb zehn neben der Back Road. Jetzt bin ich aber fast ein wenig ueberrascht... Nun muessen wir also zu Fuss weiter. Michael meint, weit koenne es nicht mehr sein. Aaaah - jetzt weiss ich, warum er nicht gemurrt hat! Hoffentlich taeuscht er sich nicht mit der Entfernung.

 

   
   

 

Obwohl der Pfad halb rechts abzweigt, gehen wir ein kurzes Stueck geradeaus weiter. Auch hier geht es ganz schoen runter - Wahnsinn. Ein kurzer Blick in die Schlucht genuegt uns aber, dann laufen wir ein paar Meter zurueck und folgen wieder dem Pfad.

 

Eine knappe halbe Stunde, nachdem wir das Auto abgestellt haben, erreichen wir unser Ziel: wir stehen am Marlboro Point. Auch hier ist die Aussicht absolut grandios. Vor uns zeigen sich die Crow‘s Head Spires und der Birds Eye Butte in ihrer ganzen Pracht. Der Abstecher hierher hat sich richtig gelohnt.

 

Wenn die Sonne im richtigen Winkel steht, sollen die Crow‘s Head Spires einen grossen Schatten in den Shafer Canyon werfen, der ein wenig an Batman’s Kopf erinnern soll. Aktuell steht die Sonne dafuer natuerlich viel zu hoch.

 
   

   

   

 

 

 

Wir laufen ein ganzes Stueck am Rim entlang, sodass wir die tollen Felsformationen von verschiedenen Winkeln fotografieren koennen. Wir sind absolut alleine hier, nicht ein anderes Auto oder Hiker ist uns an diesem tollen Fotospot begegnet. Klasse!

 
   

   

 

Dann aber machen wir kehrt und spazieren zurueck zum Auto. Schatten gibt es auf dem Weg kaum und so sind wir froh, dass es heute nur an die 30°C werden. Die duerften wir aber zwischenzeitlich erreicht haben.

 

Um viertel vor zwoelf geht es zurueck auf die Teerstrasse und wir fahren in Richtung Canyonlands National Park. Der Abstecher zum Marlboro Point ist ein echtes Highlight, auf das wir uns schon Jahre gefreut haben. Wurde nun wirklich Zeit, dass es in diesem Urlaub endlich geklappt hat. Wer hierher moechte, sollte auf jeden Fall einen SUV haben, denn etwas mehr Bodenfreiheit braucht man auf alle Faelle. Allrad ist aber nicht noetig.

 
   

   
   

   

   

   

 

Unser naechster Halt um zehn nach zwoelf ist das Parkschild zum Canyonlands National Park, das wir natuerlich schon mehrfach fotografiert haben. Egal – muss auch dieses Jahr wieder sein.

 

Am Parkeingang zeigen wir unseren America the beautiful Pass vom letzten Jahr vor und brauchen nichts zu bezahlen. Der Pass gilt noch bis Juli 2023, somit haben wir in diesem Urlaub bei allen vom National Park Service verwalteten Parks freien Eintritt.

 
 
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Wir fahren bis zum Island in the Sky Visitor Center und fragen dort einen Park Ranger nach dem Zustand des Shafer Trail. Eigentlich interessiert uns das nur am Rande, denn der sollte bei der aktuellen Wetterlage sowieso kein Problem sein. Was wir wirklich wissen wollen, ist der Zustand der Potash Road, denn die ist in der Regel wesentlich heikler.

 

Nach Aussage des Rangers sollen beide Back Roads in hervorragendem Zustand sein, mit unserem SUV ueberhaupt kein Problem. Ich bin zwar etwas skeptisch, denn die Potash Road war beim letzten Mal 2014 stellenweise wirklich sehr problematisch. Aber da Michael wie ein Honigkuchenpferd grinst, will ich ihm den Spass nicht verderben und stimm zu, ueber die Potash Road zurueck nach Moab zu fahren.

 

Gegen halb eins fahren wir den Shafer Trail hinunter und muessen dem Park Ranger zustimmen. Die Gravel Road ist in richtig gutem Zustand, deutlich besser als im letzten Jahr. Die Fahrt bis zur Abzweigung der Potash Road ist wirklich easy, wenn das so bleibt, brauch ich mir keine Sorgen machen. Nach 2014 und letztem Jahr ist es heute bereits das dritte Mal, dass wir den Shafer Trail fahren koennen. Und es ist jedes Mal wieder ein atemberaubendes Erlebnis.

 
   

   

   

 

 

 

 
   

   

 

Schade, dass man den White Rim Trail ohne Permit nicht mehr fahren darf, sonst haetten wir noch schnell einen Abstecher zum Musselman Arch gemacht. Naja - zumindest haben wir ihn 2014 ja schon einmal besuchen duerfen.

 

Eine Slideshow zum Shafer Trail mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden. Noch mehr Infos zum Canyonlands National Park haben wir hier zusammengestellt.

 

Wir fahren die Potash Road noch ein kleines Stueck, doch jetzt haben wir aber wirklich Hunger. Gegen eins suchen wir uns einen Platz, der uns gefaellt und packen dann unsere Klappstuehle aus. Dann spachteln wir wieder unsere selbstgemachten Sandwiches und geniessen das tolle Wetter und die traumhafte Landschaft.

 
   

   

   

 

 

 

 
   

   

 

Auf der weiteren Fahrt stoppen wir immer wieder an verschiedenen Punkten, die Aussicht auf den Colorado River von verschiedenen View Points aus ist eigentlich jedes Mal sagenhaft. Insbesondere der Gooseneck Overlock ist absolut klasse.

 
   

   

   

 

 

 

 
   

(Gooseneck Overlook)
   

 

Uebrigens kann man von der Potash Road auch hinauf zum Dead Horse Point blicken. Unglaublich, dass wir da vorhin noch oben waren. Jetzt koennen wir mit unserer Kamera sogar einige Menschen dort oben fotografieren.

 
   

   

 

Und - ganz wichtig fuer alle Filmfans - den Thelma & Louise Point darf man nicht verpassen. Ja – richtig vermutet – der Thelma & Louise Point, der sogar in Google Maps verzeichnet ist, wurde beruehmt durch den namensgebenden Film Thelma & Louise.

 
   

(Thelma & Louise Point)

 

 

   

 

Die weitere Fahrt ist im Grossen und Ganzen tatsaechlich eher unproblematisch, die Potash Road ist in deutlich besserem Zustand als 2014. Allerdings sehen wir in der Ferne schlechtes Wetter aufziehen, deswegen wollen wir jetzt nicht mehr zu viel Zeit mit langen Stops verschwenden. So eine Back Road kann bei Regen ganz schnell problematisch werden.

 
   

   

   

 

 

 

Gegen drei Uhr nachmittags erreichen wir die Potash Ponds, die Verdunstungsbecken der Kane Creek Potash Mine. Gestern haben wir sie noch auf dem Hurrah Pass von der anderen Seite des Colorado Rivers aus der Ferne sehen koennen, heute stehen wir direkt davor.

 

Durch das Licht heute sind die Farben aber lange nicht so leuchtend wie beim letzten Mal, als wir hier waren. Na – macht nix, cool anzusehen sind sie trotzdem. Gut, dass wir nicht mehr viel Zeit vertroedelt haben, denn nun troepfelt es tatsaechlich immer wieder mal.

 
   

   

   

 

 
   

   

   

   

   
 
   

Eine Slideshow zur Potash Road mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Um viertel vier sind wir zurueck auf dem geteerten Teil der Potash Road und halten nun erstmal unsere Fuesse in den eiskalten Colorado River.

   
   

 

Ein paar Minuten spaeter suchen wir den Jug Handle Arch, der hier irgendwo sein sollte. Wenn man weiss, dass er hier ist und danach Ausschau haelt, ist er wirklich nicht schwer zu finden. Eigentlich kann man ihn nicht uebersehen.

 
   

 

Jetzt fahren wir schnell zurueck nach Moab, tanken unseren SUV wieder voll und machen dann kehrt fuer einen kurzen Besuch des Arches National Parks. Tagsueber braucht man ein Timed Entry Ticket, doch das gilt nur bis 16.00 Uhr. Wir befuerchten eine lange Schlange Autos, die nach 16.00 Uhr in den Park wollen, doch davon kann gar keine Rede sein. Nur ein paar Fahrzeuge sind vor uns, wir kommen schnell und ohne Probleme in den Park.

 

Wir stoppen am Visitor Center, hier muss es ganz schoen geregnet haben. Ueberall sind Pfuetzen und es ist merklich kuehl geworden.

 
   

 
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Anschliessend fahren wir in die Windows Section, finden gleich einen Parkplatz und spazieren zum Turret Arch, dann zum South und zum North Window. Auch hier sind ueberall Wasserpfuetzen zu sehen, es haengen dunkle Wolken ueber uns und der Wind pfeift maechtig. Wir spazieren noch kurz zum Double Arch, dann aber wird es uns zu ungemuetlich. Nach den Temperaturen am Nachmittag ist es uns hier wirklich etwas zu frisch. Wir treten den Rueckzug an.

 
   

   

   

 

 

 

 
   

   

   

   

   

 

Auf dem Rueckweg halten wir noch am Pothole Arch, stoppen fuer ein paar Fotos am Balanced Rock und fahren dann weiter bis zur Park Avenue. Hier ist es wenigstens etwas waermer, man glaubt es kaum. Wir muessten eigentlich endlich mal wieder zum Delicate Arch und dem Landscape Arch, denn auch hier liegt unser Besuch bereits neun Jahre zurueck. Aber nicht bei diesem Wetter…

 
   

   

   

 

Ausserdem haben wir mittlerweile ganz schoen Hunger bekommen. Eine Slideshow zum Arches National Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden. Und allgemeine Infos zum Arches National Park haben wir hier zusammengestellt.

 

Gegen halb sieben verlassen wir den Arches National Park wieder und gehen zum Abendessen. Heute mal nicht ins ZAX, sondern zum Sunset Grill. Dieses Restaurant haben wir von unten bereits oft bewundert, hier oben auf dem Huegel waren wir aber noch nie. Seit dem Jahr 1993 ist der Grill hier zu finden, wir sehen uns das also quasi zum 30-jaehrigen Bestehen an. Das Essen schmeckt prima, allerdings ist es nicht unbedingt guenstig. Naja egal, einmal geht das schon.

 
   

   

   

 

 

 

Die Aussicht ueber Moab von hier oben ist klasse. Man kann den gesamten Ortskern ueberblicken, ganz am Ende sieht man sogar unser Hotel Wingate by Wyndham. Und dahin fahren wir jetzt auch wieder zurueck, doch leider sind wir heute zu spaet dran fuer einen Abend an den Feuerstellen. Dort sind tatsaechlich alle Plaetze belegt. Da es heute aber auch in Moab deutlich abgefrischt hat, ist es nicht so tragisch, dass wir unser Bierchen nach dem Duschen mal auf dem Zimmer trinken muessen. N8i…

 

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Moab ist einer unserer Lieblingsorte im Suedwesten und es faellt uns immer schwer, hier wieder wegzufahren. Doch morgen muessen wir leider wieder los. Wer mehr ueber Moab erfahren moechte oder darueber, was man in und vor allem um Moab herum so alles machen kann, der sollte sich mal unser Moab-Special ansehen. Zu finden hier

 

 

  Hotel / Motel: Wingate by Wyndham Moab
    Fruehstueck: Ja              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   30°C     (zusaetzlich mit Jeep: 80 km)
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   208 km

insgesamt:

  1.001 km
       
   

Bewertung:

Ein klasse Hotel. Super schoene Zimmer, noch sehr neu, mit dem Auto nicht weit in die Ortsmitte von Moab. Zu diesem Preis ein Schnaeppchen. Koennen wir uneingeschraenkt weiterempfehlen.

 

 

 

Donnerstag, 15.06.2023 (Tag 5) - Baeh - wir saufen ab!

 

Der Wecker klingelt wieder um halb sieben, wir geniessen noch einmal das wirklich gute Fruehstueck hier im Wingate. Dann packen wir unser Gepaeck zusammen und starten unseren heutigen Fahrtag um kurz vor acht.

 

Noch ein schneller Stop im Supermarkt, um unsere Kuehlbox mit Eis zu fuellen, dann verlassen wir Moab in Richtung Norden. Die Strecke kennen wir mittlerweile ganz gut, denn hier sind wir ebenfalls schon mehrfach entlanggefahren. Das letzte Mal allerdings gab es keine Baustellen, heute stehen wir zwischen Wellington und Price mehr als wir fahren.

 

Die Baustellenorgie endet erst kurz vor der Ausfahrt zu Lins Market in Price, wo wir aus Traditionsgruenden sowieso kurz stoppen wollen. Denn hier gibt es einen Starbucks und den brauch ich jetzt wirklich dringend fuer einen Cappu und einen Shake.

 

 

 

Anschliessend geht es weiter in Richtung Provo. Das Wetter verschlechtert sich dramatisch, es beginnt erst zu regnen, anschliessend zu schuetten. Es ist eiskalt geworden und die Gewitterwolken haengen tief in den Bergen. Der boeige Wind schuettelt unseren Expedition immer wieder durch.

 

Als wir American Fork erreichen, wollen wir kurz in den Walmart, um ein paar Vorraete aufzufuellen. Doch man laesst uns nicht hinein. Durch das Unwetter ist der Strom ausgefallen, es geht keine Kasse, kein Licht – gar nichts. Wir muessen zurueck zum Auto.

 

 

Gerade als wir wieder einsteigen wollen, geht im Laden das Licht an und die Schiebetueren oeffnen sich wieder. Also nochmal kehrtgemacht und schnell rein ins Geschaeft, denn hier draussen ist es wirklich richtig ungemuetlich.

 

   

 

 

Nur ein kleines Stueck weiter, in Lehi, sind die Outlets at Traverse Mountain. Eine kleine und nette Outlet leider nicht mit allen Geschaeften, die wir gerne haetten, aber zumindest einigen. Hier stoppen wir als naechstes, ein paar Kleinigkeiten koennten wir dringend gebrauchen. Insbesondere da das Wetter gerade besch…eiden ist. Fuer Hitze sind wir gut geruestet, fuer Kaelte und Regen haben wir eindeutig zu wenig Kleidung dabei.

 

Leider sind wir nicht allzu erfolgreich, nur bei unserem Lieblingsshop Under Armour finden wir ein paar nette Schnaeppchen. Zwischenzeitlich haben wir ganz schoen Hunger bekommen, und so ziehen wir das Dinner auf nachmittags vor uns gehen zu Johnny Rockets zum Essen, bevor wir weiterfahren.

 

 
   

 

 

 

 
   

 

Gegen halb vier sind wir wieder auf der Piste und stoppen dann in Evanston kurz zum Tanken. Eigentlich wollten wir jetzt in den Bear River State Park, denn hier wurde am 16. Mai ein weisses Bison geboren und das wollten wir unbedingt sehen.

 

Doch durch den langen Stau und spaeter die Unwetter haben wir leider so viel Zeit verloren, dass wir den Besuch im Park schweren Herzens streichen muessen. Die Entscheidung erweist sich bald darauf als goldrichtig, denn auch im weiteren Verlauf unserer Route sind immer wieder Baustellen, die sehr viel Zeit kosten.

 

 

Die Strecke ist nicht sonderlich aufregend, nur die Welcome Signs der Bundesstaaten Wyoming und Idaho sowie die „Geweih-Bruecke“ in Afton dienen uns als kurzer Fotostop und zum Beine vertreten.

 
   
   

 

 

 

Unseren heutigen Uebernachtungsort erreichen wir erst um halb acht Uhr abends: Thayne in Wyoming. Wer sich nun wundert, was zum Geier wir denn in Thayne wollen – wir wollen hier tatsaechlich nur Uebernachten. Der Grund, warum wir Thayne gewaehlt haben, ist das Cabin Creek Inn. Auf der Suche nach einem Motel oder Hotel sind wir zufaellig auf diese Cabins gestossen und waren auf Anhieb begeistert – da wollten wir unbedingt hin.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Und tatsaechlich sind die Cabins der Hammer. Jedes Zimmer ist eine eigene Blockhuette, hat einen kleinen Wohnbereich mit Kuechenzeile, ein Schlafzimmer und ein Bad – alles liebevoll gestaltet und eingerichtet. Absolut klasse. Damit sind die Cabins ganz sicher das Highlight des Tages.

 

Nur das Wetter mag uns heute den ganzen Tag gar nicht – es ist immer noch saukalt, sodass wir nach dem Einzug erst einmal die Heizung einschalten muessen.

 
   

   
   

 

 

 

 

 

Unser wohlverdientes Bud geniessen wir dann vor der Huette mit langen Klamotten und in Decken eingewickelt. Die heutige Hoechsttemperatur hatten wir kurz nach dem Start irgendwo zwischen Moab und Price, von da an ging es nur noch bergab.

   

Die Klimaanlage in der Cabin heizt jedoch wie die Hoelle, sodass wir wenigstens zum Duschen nicht frieren muessen…

 

 

  Hotel / Motel: Cabin Creek Inn Thayne
    Fruehstueck: Ja              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   23°C     (zusaetzlich mit Jeep: 80 km)
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   719 km

insgesamt:

  1.720 km
       
   

Bewertung:

Wir haben Thayne nur wegen dem Cabin Creek Inn gewaehlt. Diese wunderschoenen kleinen Blockhuetten sind einfach nur der Hammer. Nicht wirklich billig, aber fuer die Gegend preislich absolut in Ordnung.

 

 

 

Freitag, 16.06.2023 (Tag 6) - Grand Teton & the Moose

 

Halb sieben, es ist Zeit den Tag zu beginnen. Ab sieben gibt es Fruehstueck, dabei sind wir aber dann doch ein klitzekleines bisschen enttaeuscht ueber die Auswahl. Doch die Eier sind ganz frisch und es schmeckt prima, also wollen wir mal nicht meckern. Passt soweit.

 

Gleich gegenueber der Cabin ist ein netter kleiner Supermarkt, da holen wir schnell Eis fuer die Kuehlbox und starten dann um viertel vor acht in Richtung Norden. Heute hab ich mir gleich mal das Steuer geschnappt und chauffiere uns jetzt zumindest den ersten Teil des Tages.

 

Nach genau einer Stunde erreichen wir Jackson am Suedeingang des Grand Teton National Parks. Eigentlich wollten wir hier die naechste Nacht oder sogar zwei Naechte verbringen. Als wir dann aber in den letzten Monaten die Preise selbst fuer die einfachsten Motels beobachtet haben, haben wir dankend abgewunken. Da spielen wir nicht mit! Sorry – aber das liegt weit jenseits von Gut und Boese.

 
   

 

Als wir im Jahr 2014 in dieser Gegend unterwegs waren, hatten wir leider keine Moeglichkeit, den Grand Teton zu besuchen. Es wurde nun also wirklich Zeit, diese Luecke auf unserer USA-Karte zu schliessen. Uns geht es in diesem Jahr in erster Linie um Tierbeobachtungen, und der Grand Teton ist fast schon beruehmt fuer seine Elche! Wir haben bisher noch nie ein Moose in freier Wildbahn gesehen und so sehr uns die Alligatoren in Florida faszinieren, ein Elch waer doch auch mal was.

 

Die Entscheidung, die „Rote Steine Gegend“ in diesem Jahr zu verlassen und weit nach Norden zu fahren, ist uns nicht leicht gefallen. Da in der sommerlichen Hitze im Suedwesten Tierbeobachtungen in der Regel relativ rar sind, wollen wir in diesem Jahr hier mal unser Glueck versuchen.

 

Fast genau um neun sind wir bereits im Grand Teton National Park angekommen und verlassen den ersten Kreisverkehr gleich an der ersten Ausfahrt.

 
 
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

An der Gros Ventre Road sollen die Chancen auf Wildlife immer ganz gut sein und so lassen wir uns Zeit, fahren ganz gemuetlich und haben dabei immer ein Auge auf die umliegenden Wiesen und Buesche.

 

Es dauert nicht lange und wir sehen tatsaechlich einen Elch! Ja gibt’s denn sowas, das ging ja flott. Er liegt gemuetlich im Gras im Schatten und laesst sich durch uns und die anderen Fotografen nicht aus der Ruhe bringen. Klasse – so kanns weitergehen.

 
   

 

Nachdem wir genug Fotos geschossen haben, fahren wir den Loop weiter bis zur Mormon Row. Hier sind einige historische Gehoefte zu finden, die von mormonischen Einwanderern zwischen 1900 und 1920 errichtet wurden. Heute ist dieser Ort ein populaerer Fotospot, denn die Scheunen mit der Teton Range im Hintergrund machen auf jedem Foto richtig was her.

 

In diesem Tal soll es auch Bisonherden geben, doch von denen ist leider nichts zu sehen. So begnuegen wir uns mit einigen Fotos der beruehmten Scheunen, wenngleich unser Fotografenkoennen und sicher auch die aktuelle Wettersituation richtig tolle Bilder verhindern. Wir sind eben nur Knipser… Es ist uebrigens auch heute ziemlich kuehl und windig, dicke Wolken haengen am Himmel und versperren uns teilweise die Sicht auf die Teton Range.

 
   

   

   

 

 

 

 

 

Nach der Mormon Row geht es fuer einen kurzen Besuch ins Craig Thomas Visitor Center. Da unser Tagesplan aber relativ voll ist, halten wir uns nicht lange auf und steuern lieber schnell unseren naechsten Stop an.

 
   

 

Nicht allzu weit vom Visitor Center entfernt liegt Schwabacher Landing, erreichbar ueber eine kurze Schotterstrasse. Die gut befahrbare eine Meile lange Gravel Road zweigt links vom Highway ab und fuehrt hinunter zum Snake River. Es gibt einen vorderen und einen hinteren Parkplatz, wir entscheiden uns, zuerst bis zum Ende der Gravel Road zu fahren.

 
   

 

Wir parken unseren Ford, steigen aus und laufen die paar Meter zum Fluss hinunter und kippen fast aus den Latschen! Im Snake River vor uns steht ein doch recht grosser, wenn auch nicht ganz ausgewachsener Elch und futtert. Rundherum ein Dutzend Touristen mit Kameras und Smartphones.

 

Er behaelt die Menschen hier immer gut im Blick, laesst sich aber von uns und den anderen ueberhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Ich finde, irgendwie sieht er aus wie ein Brian. Michael schmunzelt nur und meint, das waere wirklich der perfekte Name. Also gut, dann heisst unser zweiter Moose ab sofort Brian.

     

 

Eine viertel Stunde stehen wir nun am Ufer des Snake River uns sehen Brian beim Futtern zu. Er trottet behaebig im Fluss umher und futtert das Gras im Wasser. Obwohl immer neue Touristen mit teilweise riesigen Kameras auftauchen, laesst sich Brian nicht aus der Ruhe bringen.

 
   

   

   

 

 

 

 
   

   

   

 

Irgendwann koennen wir uns losreissen, denn – wie schon gesagt – wir haben ja noch mehr anzusehen. Es geht jetzt ein kleines Stueck zurueck zum ersten Parkplatz an der Schwabacher Landing Road, auch hier fuehrt ein kurzer Trail hinunter zum Snake River und dann am Fluss entlang.

 

Jetzt reiben wir uns doch etwas verwundert die Augen, denn auch hier steht in einiger Entfernung ein grosser Elch nahe des Ufers und futtert. Wir spazieren ein Stueck den Trail entlang in seine Richtung, doch so tiefenentspannt wie Brian ist er nicht. Als er uns bemerkt, laeuft er davon und verschwindet im Gebuesch.

 

   

 

Fast gleichzeitig kommt ein weiterer Elch von unserer Uferseite und beginnt im Fluss zu futtern. Ja Wahnsinn! Langsam durchquert er den Snake River und verschwindet schliesslich auch im Gestruepp.

 

Wir spazieren noch ein Stueck den Pfad entlang und – man glaubt es kaum – entdecken einen weiteren Elch. Er ist unmittelbar vor uns im Unterholz, verschwindet jedoch sofort, als er uns bemerkt. Leider kaum zu sehen und viel zu schnell, um Fotos zu machen.

 

   

   

   

 

Nachdem wir jetzt unabsichtlich gleich drei Elche vertrieben haben, ist uns die Lust auf diesen Trail irgendwie vergangen. Wer weiss, wie viele noch die Flucht vor uns ergreifen muessen, wenn wir hier weiterspazieren… vier Elche bereits am Vormittag – den letzten zaehlen wir mal gar nicht mit – damit haben wir in unseren kuehnsten Traeumen nicht gerechnet. Wir sind mehr als zufrieden, machen kehrt und laufen zurueck zum Auto.

 

Ueber den Snake River Overlook fahren wir nun weiter zum Jackson Lake Dam. Die dicken Wolken spiegeln sich im See und wir versuchen, das halbwegs gut auf unsere Fotos zu bekommen. Doch fuer richtig gute Fotos ist das Wasser zu unruhig.

 

   

   

 

 

 

 

 

 

   

 

Gegen halb eins erreichen wir die Signal Mountain Lodge. Michael meint, er haette zwischenzeitlich doch ganz schoen Hunger bekommen und schlaegt vor, hier Mittag zu essen. Die Idee ist eigentlich ganz gut, doch der Parkplatz ist recht voll und wer weiss, ob wir einen Platz im Restaurant bekommen.

 

Das klappt dann aber erstaunlich problemlos und so schlagen wir uns jetzt erstmal die Baeuche voll. Schmeckt richtig gut hier, wir sind wirklich zufrieden.

 

   

 

Bald darauf sind wir wieder unterwegs und fahren auf der Jenny Lake Road, die stellenweise eine Einbahnstrasse ist, in Richtung Jenny Lake Visitor Center. Dort ist unser naechster Stop, allerdings ist es fast unmoeglich, hier einen Parkplatz zu finden. Nach ein paar Runden koennen wir endlich einen ergattern, parken und laufen dann ueber die Restrooms zum Visitor Center.

 

Menschenmassen ueberall. Ja Wahnsinn, hier geht es echt zu. Nach dem Besuch im Visitor Center spazieren wir hinunter zum Jenny Lake. Dort ist eine Bootsanlegestelle fuer einen Shuttle-Service, der Besucher auf die andere Seite des Sees bringt. Zu Fuss um den See herum sind es mehr als zwei Meilen und man wuerde gut eine dreiviertel Stunde laufen.

 

Auch wenn uns der Hike zum Inspiration Point und den Hidden Falls interessieren wuerde, die Boote sind alle rappelvoll und das Wetter ist nach unserem Geschmack so gar nicht einladend. Nach kurzem Ueberlegen beschliessen wir, zurueck zum Auto zu laufen und weiterzufahren.

 

   

   

 

Nahe des Thomas Craig Visitor Centers biegen wir nun auf die Moose Wilson Road ab und wollen hier ueber Teton Village zurueck nach Jackson fahren. Irgendwo vor uns ist die Strasse allerdings gesperrt. Na toll… egal, das Stueck bis zur Vollsperrung fahren wir jetzt einfach mal.

 

Die Idee ist gut, denn es dauert nicht lange und Elch Nummer fuenf steht vor uns. Auch er steht am Rande einer Boeschung im Wasser, ist allerdings ein ganzes Stueck entfernt. Fuer ein paar halbwegs vernuenftige Fotos reicht's aber trotzdem.

 

   

 

Bald darauf will Michael eine abzweigende Strasse erkunden. Die Whitegrass Ranch Road ist zu Beginn noch geteert, dann aber wird sie zu einer relativ schlechten Gravel Road. Wir fahren ein ganzes Stueck in den Wald hinein, spazieren dann ein wenig umher, haben aber leider kein Glueck. Kein Wildlife in der Naehe. Schade.

 

   

 

Unmittelbar vor der Vollsperrung zweigt nun links eine schmale Strasse ab, die zum Laurence S. Rockefeller Preserve fuehrt. Wir parken und laufen das kurze Stueck zum Gebaeude, dass so eine Art Museum sein soll. Ganz interessant und nett gemacht, allzu lange braucht man allerdings nicht dafuer einzuplanen.

 

Hinter dem Gebaeude beginnt ein Trail, der aber einige Meilen lang ist. Da es mittlerweile schon weit nach vier Uhr nachmittags ist, laufen wir nur das kurze Stueck bis zum Lake Creek und drehen dann um.

 

   

   

 

 

 

 

 

 

   

   

 

Wenn wir schon umdrehen muessen, moechte ich unbedingt nochmal zu Schwabacher Landing. Um kurz vor fuenf fahren wir die Gravel Road wieder bis zum hinteren Parkplatz, steigen aus und laufen wieder hinunter zum Snake River. Und wer begruesst uns mit einem froehlichen Schwanzwedeln? Der Brian! Naja – fast.

 

Obwohl noch immer einige Touristen hier sind und ihn belagern, futtert Brian ein kleines Stueck flussaufwaerts in aller Ruhe sein Gras. Wir spazieren auf dem Trail zu den anderen Besuchern und zu unserer Ueberraschung macht Brian ploetzlich kehrt und laeuft direkt auf uns zu. Er futtert an einigen Straeuchern, ueberquert dann zwischen den ganzen Besuchern den Weg und spaziert gemuetlich ein kleines Stueck weiter. Der erneute Abstecher hat sich nochmal richtig gelohnt.

 

   

   

   

 

 

Langsam wird es Zeit fuer uns. Wir drehen um und machen uns auf den Rueckweg nach Thayne. Aus den Varianten einmal Thayne und einmal Jackson oder zweimal Jackson ist am Ende zweimal Thayne geworden. Und die Entscheidung war Top, die Cabins sind so schoen, dass uns die Stunde Fahrt ab Jackson ueberhaupt nichts ausmacht.

 

Eine Slideshow zum Grand Teton National Park (Landschaftsaufnahmen) mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden. Eine zweite Slideshow nur mit Fotos der Elche ist hier zu finden.

 

Gegen sieben Uhr abends sind wir dann zurueck, machen Brotzeit und sitzen dann wieder mit unseren Jacken und Decken vor unserer Cabin. Was fuer ein toller Tag – trotz des eher bescheidenen Wetters.

 

   

 

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

 

  Hotel / Motel: Cabin Creek Inn Thayne
    Fruehstueck: Ja              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   20°C     (zusaetzlich mit Jeep: 80 km)
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   359 km

insgesamt:

  2.079 km
       
   

Bewertung:

Wir haben Thayne nur wegen dem Cabin Creek Inn gewaehlt. Diese wunderschoenen kleinen Blockhuetten sind einfach nur der Hammer. Nicht wirklich billig, aber fuer die Gegend preislich absolut in Ordnung.

 

 

 

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