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Florida 1995 - Teil 1 |
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Autor: Michael Erzaehler: Michael |
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Meine erste USA-Reise - lange ist's her. Eine andere Zeit, ein anderes Leben. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen etwas, von dem man durchaus auch mal erzaehlen kann. Wir schreiben das Jahr 1995 und ich bin noch nie in meinem Leben in einem Flugzeug gesessen. Eine Fernreise zum Einstieg? |
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Warum auch nicht - irgendwie passt das doch zu mir, denn ein wenig verrueckt war ich ja schon immer.
Das Reisetagebuch von damals wird weitestgehend unveraendert uebernommen, es spiegelt also tatsaechlich ganz gut meine Eindruecke der damaligen Reise wieder. Kleine Fehlerkorrekturen oder ggf. Ergaenzungen bzw. Erlaeuterungen gibt es natuerlich schon.
Viel Spass beim Lesen! |
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Montag, 09.10.1995 (Tag 1) |
| 3:45 Uhr |
Aufstehen |
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| 4:30 Uhr |
Fahrt nach Nuernberg |
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| 5:15 Uhr |
Ankunft; das erste Mal im Leben Flughafen, ist aber kein Problem. |
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| 7:00 Uhr |
Planmaessiger Start mit Eurowings AF (Fensterplatz); Ueppiges Fruehstueck, sehr gut. Maschine fast leer, 27 Personen (80 Plaetze) |
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| 8:30 Uhr |
Ankunft CDG - Flughafen in Paris planmaessig; Flughafen unvorstellbar groß |
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| 11:30 Uhr |
Boarding |
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| 12:00 Uhr |
Etwas verspaeteter Start mit vollbesetztem Airbus (400 Personen). Trotz gutem Mittagessen flaues Gefuehl in der Magengegend. |
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Film: "Der letzte Ritter", leider nur in Englisch. Groesstes Problem ist der Druckausgleich und der Nichtraucherplatz. Ansonsten planmaessiger Flug, ab und zu leichte Turbulenzen, herrliches Wetter und gute Sicht. Flughoehe 12.000 Meter, -56°C Aussentemperatur, Geschwindigkeit 930 km/h; zehn Stunden Flug sind fuerchterlich lang |
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| 15:30 Uhr |
Ortszeit: Ankunft Miami International Airport. Check out problemlos, Wetter schwuel - heiss, aber stark bewoelkt mit einzelnen Regenschauern. Dann mit dem Airport Shuttle Service zu Alamo gefahren und einen schicken Mietwagen abgeholt (Oldsmobile Achieva Sedan). Anschliessend ohne Probleme das reservierte Marriott Airport Hotel gefunden.
Am gleichen Abend den herrlichen Pool ausprobiert und zu Abend gegessen (miserable Chicken - Burger). Erste Bekanntschaft im Pool gemacht. Es ist wirklich so. Die Leute fragen dich: "Hallo, wie geht’s dir, schoen dich zu sehen", und wenn du dann erzaehlst, dass du drei Wochen Urlaub hast, ist es nur noch -great-. Jeder kennt natuerlich Bayern, sein Bier und das Oktoberfest. |
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| Hotel: |
Marriott Airport Hotel Miami |
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Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0 |
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Dienstag, 10.10.1995 (Tag 2) |
| 6:30 Uhr |
Aufstehen, Anziehen, Packen |
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| 7:30 Uhr |
Fruehstueck im Hotel, Buffet sehr teuer, sehr gut, aber fuer mich nicht rentabel, da ich so frueh am Morgen nicht so viel essen kann.
Unglaublich: In Amerika gibt es rohe Eier im Tetra-Pak literweise. |
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| 8:30 Uhr |
Fahrt zum Supermarkt und verzweifelte Suche nach Semmeln oder Brot und Schinken. Keine Frischwurst, nur verpackt. |
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| 9:30 Uhr |
Abreise vom Marriott ueber den Highway 95 nach Fort Lauderdale. Das erste Mal den Atlantik gesehen; Strand fast menschenleer, Gluthitze. Ohne Sun-Blocker kann man einem in fuenf Minuten vermutlich die Haut abziehen.
Fort Lauderdale ist eine Traumstadt, durchzogen von Wasserstrassen, ueberall Yachten und Villen, Palmenpromenaden kilometerlang. |
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Versuch einer Bootsrundfahrt durch die horrenden Preise gescheitert. Man haette tatsaechlich ganz alleine durch die Kanaele schippern duerfen - irre. So gibt es nur ein Bad im Atlantik, dann Weiterfahrt auf der A1A in Richtung Norden. Die herrliche Kuestenstrasse, die kilometerlang zwischen Villen und Strand entlangfuehrt, ist absolut klasse. |
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| 15:00 Uhr |
Etwa 25 Meilen suedwestlich von Palm Beach liegt der Lion Country Safari Park. So etwas gibt es nur in Amerika. Ein Drive Through Zoo der Superlative. Man faehrt hier etwa eine Stunde durch ein riesiges Gelaende mit freilebenden Tieren.
Fuer alle, die es nicht gesehen haben, unvorstellbar. Da spazieren auf der Strasse unmittelbar vor dir Loewen und Nashoerner, Giraffen und Bisons. Ein neugieriger Vogel Strauss hat sogar ans Autofenster geklopft. |
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| 16:30 Uhr |
Fahrt zurueck nach Palm Beach mit Rundfahrt durch das Villenviertel. Hier ist das Anhalten verboten. Die meisten Villen sind leer und nur im Winter bewohnt.
Palm Beach hat seinen Namen aufgrund der vielen Palmen. 1878 strandete hier die spanische Flotte auf dem Weg nach Hause, beladen mit 20.000 Kokosnuessen.
Diese wurden von den Schiffbruechigen verkauft und spaeter von den Einheimischen eingepflanzt. Man sagt, dass 70% aller Millionaere Amerikas in Palm Beach eine Villa haben.
Es ist die Luxusstadt an der Ostkueste Amerikas mit einem der teuersten Hotels der USA, dem Brakers.
Weiterfahrt nach Norden an der Ostkueste, die, wegen der vielen Schaetze, die vor der Kueste liegen, auch die Goldkueste genannt wird.
Im 17. und 18. Jahrhundert strandeten und sanken einige mit Gold beladene Schiffe, die die schweren Stuerme nicht ueberstanden haben. |
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| 18:00 Uhr |
Besuch von Singer Island, einer Art Halbinsel, bebaut ausschliesslich mit riesigen Wohnparks, fuenf Meilen westlich von Juno Beach. |
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| 19:00 Uhr |
Die Suche nach einem Hotel ist sehr schwierig. Der Versuch, in einem Motel abzusteigen, scheitert klaeglich (vergleichs-weise teuer, im Zimmer riechts modrig, Betten schmuddelig und durchgelegen).
Ueberhaupt ist hier in der Gegend nicht viel zu sehen. |
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| 20:00 Uhr |
Man stelle sich vor, ich habe nach langer Suche nun endlich ein Hotel gefunden, das Best Western Port St. Lucie.
Wie es scheint, das einzige hier weit und breit. Nach einer Runde im Pool und einem heissen Bad fall ich muede ins Bett. |
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| Motel: |
Best Western Port St. Lucie |
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Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0 |
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Mittwoch, 11.10.1995 (Tag 3) |
| 7:00 Uhr |
Aufstehen, anschliessend Donut Fruehstueck im Hotel. |
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| 19:00 Uhr |
Aufbruch auf dem Highway 1 ueber Fort Pierce nach Vero Beach und weiter nach Melbourne. Von hier aus ueber die A1A nach Cape Canaveral.
Ein riesiges Areal mit Hafen und Luxusliner (Cape Caneveral ist auch eine Stadt). |
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Besuch des Cape Caneveral Museum. Anschliessend Weiterfahrt zum nahegelegenen Kennedy Space Center. Dieses umfasst eine Flaeche von 56.000 ha Land und Gewaesser. |
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Der groesste Teil ist Naturschutzgebiet mit ueber 200 Vogelarten, Saeugetieren und Reptilien. Einige Voegel haben meine Brotkruemel gefressen (sehr nahe). Besuch des IMAX (Film: The dream is alive). Phantastische Bilder der Erde und Bericht ueber einen kompletten Raumflug mit einem Space Shuttle. |
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| 16:00 Uhr |
Abreise zum ca. 60 Meilen entfernten Orlando. Hier wird wieder deutlich, wie gross die Entfernungen sind. Was auf der Karte wie ein Fleck aussieht, ist in Wirklichkeit eine Riesenstadt. Nach einiger Muehe erschwingliches Hotel in unmittelbarer Naehe aller Studios und Parks gefunden: das Best Western International Plaza.
Nach einem kurzen Sprung in den Pool Abendessen im Ponderosas Steakhouse. Unglaublich: Fuer 10 Dollar bekommt man hier ein riesiges Steak. Zusaetzlich kann man am Buffet noch essen, was das Herz begehrt. Anschliessend kleiner Einkaufsbummel durch das naechtliche Orlando und Schock beim heutigen Kassensturz... |
| Motel: |
Best Western International Plaza |
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Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0 |
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Donnerstag, 12.10.1995 (Tag 4) |
| 7:30 Uhr |
Raus aus den Federn, Fruehstueck bei Friendlys. |
| 9:30 Uhr |
Fahrt zu Sea World, Parkplatz ist so gross wie eine Kleinstadt, die Sonne brennt schon jetzt unbarmherzig.
Vorbei an den Mengen an der Kasse (Eintrittskarten bereits im Motel gekauft) zum Eingang. Ich gehe einfach drauflos. Zuerst komme ich am Delphinbecken vorbei. Sie sind so zutraulich, dass sie sich von mir streicheln lassen. |
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Dann zu Terrors of the deep, ein phantastisches Gebaeude, wo man in einer Glasroehre mitten durchs Haifischbecken laufen kann. Zu sehen sind auch Baracudas, Muraenen und Rochen. Weiter gehts zu den Orcas, der Shamu world focus show. Die Faszination dieser Vorfuehrung ist unbeschreiblich. |
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Danach kommt die Wasserski- und Stuntshow Baywatch at Sea World. Beim Weitergehen faellt mir auf, wie viele extrem uebergewichtige amerikanische Frauen mit Miet-Elektro-Scootern durch die Gegend fahren, waehrend die Ehemaenner brav nebenher watscheln. Irgendwie ein seltsamer Anblick.
Fuer die ganz kleinen kann man am Eingang Buggies in Form von Delphinen mieten. |
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| 13:15 Uhr |
Besuch der Show Hotel Clyde & Seamore, eine Seeloewen- und Fischottervorfuehrung. Im Aussenbecken kann man Seeloewen sogar selbst mit Fisch fuettern.
Schnee in Florida? Im Pinguin Encounter ist die Klimaanlage so niedrig eingestellt, dass sogar das moeglich ist. Weiter gehts zu den Manatees, einer Seekuh, vom Aussterben bedroht. Es existieren weltweit nur noch drei Spezies. Die Schlussattraktion ist die Whale & Dolphin Discovery Show mit Delphinen und kleinen Schwertwalen. |
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| 16:30 Uhr |
Ich verlasse Sea World (schnief) |
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| 17:00 Uhr |
Ankunft im Motel. Nach ein paar Runden schwimmen und in der Sonne liegen dann endlich duschen. Heute nur knapp dem Hitzschlag entgangen. Gluecklicherweise haben sowohl Auto als auch das Zimmer Klimaanlagen. |
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| 21:00 Uhr |
Bummel durch das naechtliche, hell erleuchtete Orlando mit seinen vielen Geschaeften ein faszinierender Anblick. |
| Motel: |
Best Western International Plaza |
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Freitag, 13.10.1995 (Tag 5) |
| 09:00 Uhr |
Raus aus den Federn, Fruehstueck bei Friendly's |
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| 10:30 Uhr |
Fahrt zu den Universal Studios; die Abfertigung an den Parkplatzschaltern geht schnell, da diese groesser sind, als die meisten Grenzuebergaenge nach Deutschland. Ich starte mit der Fantastic World of Hanna Barbara, den Vaetern von Fred Feuerstein. Ein Abenteuerflug durch die Steinzeitwelt erwartet mich.
Danach gehts ins Hitchcocks 3-D Theatre, wo ich 3-D Filmausschnitte ueber die Voegel und die beruehmte Duschszene aus Psycho sehe. |
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Es folgt ein Besuch in der Horror-Make-Up-Show, wo verschiedene Tricks aus Horrorfilmen gezeigt werden. Nach einem Abstecher ins Hard-Rock-Cafe Orlando stuerze ich mich ins Abenteuer Back to the Future - The ride, einer wilden Verfolgungsjagd mit einer Zeitmaschine. Nach der Show Earthquake, the big one, einer Show, wo ein U-Bahnhof einstuerzt, gehts zu Jaws, einer Bootsrundfahrt, wo ich permanent von einem riesigen weissen Hai angegriffen werde. |
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Als Abschluss sehe ich mir noch die Dynamits Nights Stuntacular Show an und kaempf mich dann durch die Menschenmassen zurueck zum Auto. Da auch hier, wie ueberall in Amerika, die Wege weit sind, fahre ich mit einem Zug auf Raedern, den ich kurzerhand Trolli getauft hab. |
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| 18:00 Uhr |
Rueckfahrt zum Motel, Abendessen bei Pizza Hut, K.O. ins Bett |
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| Motel: |
Best Western International Plaza |
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