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  Soak up the sun 2022 - Teil 2

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Mittwoch, 26.10.2022 (Tag 4) - ...und wir duesen duesen duesen duesen im Sauseschritt...

 

Auch heute stehen wir frueh um halb sieben auf, auch wenn Michael protestiert. Wir haben viel vor und um diese Jahreszeit wird es frueh dunkel, da muss man den Tag eben ausnutzen.

 

Nach dem leckeren Fruehstueck starten wir um kurz nach halb acht Uhr unsere Fahrt ueber die Interstate 4 nach Norden. Downtown haben wir erstmal Rush Hour, doch trotz Stop and Go haben wir richtig gute Laune. Auch bei Michael wirkt nun der Kaffee und so lassen wir uns von ein paar Autos doch nicht aergern.

 
   

 

Als naechstes nehmen den Hwy 50 nach Osten. Der Verkehr wird hier schnell weniger, doch bis wir den Grossraum Orlando verlassen und mal unbebautes Gebiet erreichen, zieht es sich ganz schoen. Auf dem Hwy 528 waeren wir sicher etwas schneller angekommen, doch wir haben keine Lust, Maut zu zahlen. Wir sind im Urlaub und haben Zeit, da kommt man auch ganz gut ohne Toll Roads aus.

 
   

 

Um kurz nach neun erreichen wir das Kennedy Space Center auf Merritt Island. Die ganze Insel ist im Prinzip ein Naturschutzgebiet, hier gibt es sogar Alligatoren. Wir wollen aber erstmal Raketen gucken. Mit dem Kennedy Space Center haben wir ja noch eine Rechnung offen.

 

Am 13.06.2009 waren wir hier und wollten den Start des Space Shuttles Endeavour ansehen, doch wegen technischer Probleme wurde er abgebrochen. Alternativ wollten wir dann ins Kennedy Space Center, doch so frueh am Morgen hatten die damals natuerlich noch zu.

 

Mehr als dreizehn Jahre spaeter, ein Wimpernschlag quasi, haben wir es nun endlich wieder hierher geschafft. Die Karten haben wir online gekauft, doch viel ist sowieso noch nicht los. Wartezeit also gleich null, auch beim Ticketverkauf. Naja – egal, zumal der Eurokurs seit dem Kauf der Tickets nochmal schlechter geworden ist.

 
   

   

   

 

Wir bummeln erstmal gemuetlich ueber das Gelaende, sehen uns die Raketen an, die hier auf dem Freigelaende stehen und fragen bei den Bus-Terminals nach, um welche Uhrzeit wir mit unserem Ticket hier sein sollen.

 

Wir haben noch etwas Zeit, also spazieren wir zur riesigen Halle mit dem Space Shuttle Atlantis. Die Traegerraketen stehen vor der Halle, die unglaubliche Groesse ist wirklich beeindruckend.

 
   
   

   

 
   
   

 

Drinnen in der Halle sehen wir uns zunaechst einen Film an, danach gelangt man in eine Art Vorraum mit einer weiteren Vorfuehrung. Schliesslich wird die Wand vor uns transparent und man sieht dahinter das Space Shuttle Atlantis. Sehr cool gemacht.

 

Wir nehmen uns relativ viel Zeit fuer die Halle und das Shuttle, eigentlich zu viel, denn die simulierte Shuttle-Mission schaffen wir schon nicht mehr. Unsere Bus-Tour um elf wartet schliesslich nicht auf uns.

 
   

   

   
   
   
   
   
   

   
   
 

 

Auf dem Weg zum Bus Terminal sehen wir uns noch schnell die Journey to Mars und den Mars Rover an. Die Halle ist ebenfalls richtig interessant gestaltet, die Marsfahrzeuge und auch der neue Mars Rover sind deutlich groesser, als wir das erwartet haetten.

 
   

   

   
   
   

 

Dann aber nehmen wir in dem grossen klimatisierten Bus platz. Die KSC Explore Tour kostet einige Dollar extra, ist aber eine richtig gute Investition. In unserem Bus ist eine Art Reiseleiter der NASA, der uns nun zwei Stunden alles Moegliche zum Kennedy Space Center, Cape Canaveral und die Programme der vergangenen Jahre erzaehlt. Kaum ist der Bus jedoch gestartet, gilt unsere Aufmerksamkeit erst einmal dem Alligator, der hier direkt am Eingang im Wasser rumschwimmt.

 
 

 

Neben dem Apollo Programm, dem Space Shuttle Programm oder dem ISS Programm liegt der Schwerpunkt nun natuerlich auf der neuesten Mission der NASA: dem Artemis Programm. Diese bestehen aus den SLS-Missionen, wobei SLS fuer Space Launch System steht. Ziel dieser Missionen ist es, wieder Menschen auf den Mond zu bringen.

 

Die erste dieser Mission, Artemis I, soll ab dem 08. November 2022 endlich starten. Der Start wurde bereits mehrfach verschoben, wegen technischer Probleme am 17.08. und 03.09. sowie wegen schlechtem Wetter Ende September.

 

Die Traegerrakete SLS soll die Raumkapsel Orion ins All bringen, wobei Artemis I noch eine unbemannte Mission ist. Es ist der erste Testflug zum Mond und wieder zurueck. Leider wurde diese Rakete zum Schutz wieder zurueck in das Vehicle Assembly Building (VAB) gebracht, an dem wir gerade vorbeifahren. Eines der Tore ist etwas geoeffnet, sodass wir sogar einen kleinen Teil der Rakete bzw. der Startrampe sehen koennen.

 
   

 

Hinter der Halle, sehen wir die zwei riesigen Transporter, mit der Raketen oder frueher Space Shuttle zur Abschussrampe 39B gebracht werden. Weltweit gibt es nur diese beiden Fahrzeuge, die offiziell Missile Crawler Transporter Facilities heissen. Sie gelten als die groessten Fahrzeuge der Welt. Beladen mit der Rakete liegt die Hoechstgeschwindigkeit bei einer Meile pro Stunde, die Fahrzeit vom VAB ueber den Crawlerway zum Launch Complex 39 betraegt mindestens fuenf Stunden.

 

 

Schade, dass die SLS nicht schon an der Abschussrampe 39B steht, dorthin soll sie erst in einigen Tagen gebracht werden. Unsere Bustour bringt uns am Crawlerway entlang zu genau dieser Rampe, wo wir bei einem Stop ganz nah am Meer auch aussteigen und Fotos machen duerfen.

 

Wir erfahren, dass die ganze Gegend hier strengstens ueberwacht wird, besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten natuerlich bei einem Start einer Rakete. Wir sind hier direkt am Ufer des Atlantik, doch das hier ist alles Sperrgebiet. Wer sich beim Start der Artemis hier in der Naehe aufhaelt, koennte allein wegen des Laerms sterben.

 

Von hier hat man einen tollen Blick auf beide Startrampen, also 39A und 39B. Waehrend 39B ausschliesslich von der NASA benutzt wird, starten von 39A vor allem die SpaceX Missionen von Elon Musk.

 
Crawlerway 39B
   

39B 39B
   

   
39B 39A
   

 

Nun fahren wir zurueck zum Vehicle Assembly Building, kurz VAB, wo wir nochmals aussteigen duerfen. Das Wahrzeichen des Kennedy Space Centers ist echt riesig. 218,2 Meter lang, 157,9 Meter breit und 160,3 Meter hoch – das ergibt ein Volumen von mehr als 3,6 Millionen Kubikmetern. Damit ist es das groesste einstoeckige Gebaeude der Welt und zaehlt gleichzeitig zu den groessten Hallenbauten der Erde. Das Empire State Building wuerde hier vom Volumen her dreieinhalb mal hineinpassen!

 

Darueber hinaus sind die seitlichen 139 Meter hohen Tore die hoechsten der Welt. Auch die US-Flagge an der Wand des VAB und das NASA-Logo gelten als die groessten ihrer Art. Allein das blaue Sternenfeld in der Flagge ist so gross wie ein NBA-Basketballfeld. Schon irre…

 

   

   

   

 

Leider darf man das Gebaeude nicht besichtigen. An unserem Halt steht aber die Bruecke, die die Astronauten von der Startrampe zur Rakete ueberqueren muessen sowie ein gepanzertes Fluchtfahrzeug fuer den Fall eines Ungluecks.

 
   

 

 

So langsam geht die zweistuendige Tour zu Ende. Die letzte Etappe fuehrt zum Apollo/Saturn V Center, von wo aus alle paar Minuten Busse zum Visitor Complex zurueckfahren.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Auch diese Halle ist riesig und unglaublich beeindruckend. Wir spazieren gemuetlich von Ausstellungsstueck zu Ausstellungsstueck, sehen uns die Rakete an und fahren schliesslich mit dem Bus zurueck zum Hauptkomplex des Parks.

 
   

   

   
   
 
   
   

 

Eine Slideshow zur Explore Tour des Kennedy Space Centers mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Es ist bereits zwei Uhr nachmittags, als wir im Restaurant des Kennedy Space Centers ankommen und eine Kleinigkeit essen. Wir teilen uns ein grosses Stueck Pizza, Chicken Fingers und Pommes, bevor wir weiterlaufen. Langsam laeuft uns die Zeit davon…

 

Naechster Punkt ist die brandneue Halle Gateway, in der eine ganze Reihe von Raumfahrzeugen ausgestellt sind. Es ist hier auch ein grosses Modell der Artemis I ausgestellt, so koennen wir die Rakete doch noch aus naechster Naehe ansehen.

 
 
   

   
   
 
   
   

 

Hier gibt es auch einen Ride in der zweiten Etage und auch wenn die Zeit knapp ist, wollen wir den noch mitnehmen. Die Wartezeiten sind nicht allzu lange, da geht das schon. Man hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Missionen, wir entscheiden uns spontan fuer Cosmic Wonders. Ganz nett, aber natuerlich kein Rollercoaster…

 
   

 

Zum Abschluss bummeln wir erst noch durch den Rocket Garden mit seinen zahlreichen Raketen, besuchen noch ganz kurz Nature & Technology, doch dann muessen wir weiter.

 
   

 

Ach ja - unsere Fotos haben wir zwischenzeitlich auch erhalten. Also die Fotos, die die NASA von uns gemacht hat, als wir unseren Raumflug zum Mars absolviert haben. Sind gut geworden...

 

   

   

 

Eine Slideshow zum Visitor Complex des Kennedy Space Centers mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Es ist bereits 16.00 Uhr und eigentlich schon wieder viel zu spaet fuer das weitere Programm. Naja, dann muessen wir uns jetzt eben etwas mehr beeilen...

 

Unser naechstes Ziel heute ist das Merritt Island National Wildlife Refuge hier auf der Insel. Eigentlich waere das ein Katzensprung, denn wir muessten eigentlich nur die gleiche Strecke wie mit dem Bus nehmen, am VAB vorbeifahren und schon waeren wir da. Natuerlich ist das unmoeglich, denn das wuerde bedeuten, dass wir durch das Hochsicherheitsgelaende der NASA fahren muessten. Und auch wenn wir noch so harmlos aussehen, es hilft nix – wir muessen aussen rum fahren.

 

Wir verlassen also zunaechst Merritt Island, fahren zurueck aufs Festland und dort ueber Titusville wieder zurueck auf die Insel. Ganz gleich, von welcher Seite man sich naehert, das VAB ist wirklich von ueberall zu sehen. Kurz nach der Bruecke beginnt dann schon das Wildlife Refuge, das wir zunaechst aber erst einmal nur durchqueren.

 

   

   

 

Denn es gibt hier noch etwas, was wir kurz besuchen wollen: Canaveral National Seashore. In den USA gibt es nur zehn National Seashores, von denen sich nur eines an der Westkueste befindet. Sieben liegen hier an der Ostkueste, zwei an der Golfkueste. Im Vergleich zu den 63 National Parks sind sie also schon fast eine Seltenheit, wir hatten bisher noch ueberhaupt keines betreten.

 

Ein Besuch ist bei einem National Seashore natuerlich sowieso schwierig, denn dieses liegt ja nahezu vollstaendig im Meer. Aber einige Kuestenabschnitte gehoeren dann doch wieder zum Schutzgebiet, sodass man wenigstens ein kleines Stueck ansehen kann.

 
   

 

Mit unserem America the beautiful National Park Pass muessen wir keinen Eintritt bezahlen, Wartezeit gibt es am Kassenhaeuschen auch nicht und so kommen wir relativ schnell in den Park. Prima, denn die Zeit draengt.

 

Wir fahren ein kleines Stueck ueber die vorgelagerte Insel nach Norden und stoppen schliesslich an einem der unzaehligen Parkplaetze hier. Immer wieder kriechen Schildkroeten vom Strandbereich ueber die Strasse auf die Insel, mit dem Ueberqueren der Strasse wechseln sie also quasi vom National Seashore ins National Wildlife Refuge. Der Beach hier ist richtig klasse, waere mal interessant, wie weit man laufen darf, bevor man wieder ins Sperrgebiet der NASA kommt. Da alles in Sichtweite ist, wohl nicht sehr weit.

   
   

   

   
   
   
   

 

Nun aber muessen wir zurueck ins Wildlife Refuge, denn einen Punkt wollen wir auf jeden Fall noch mitnehmen: den Black Point Wildlife Drive. Es ist bereits fast sechs Uhr abends, als wir die Abzweigung erreichen und schliesslich auf die Gravel Road einbiegen.

   

 

Die Loop Road, die nur in eine Richtung befahren werden darf, ist in einem prima Zustand, sodass wir keinerlei Probleme haben mit unserem SUV. Bereits nach einem kurzen Stueck Fahrt auf der Schotterstrasse sehen wir unseren ersten Alligator im Wasser schwimmen. Klasse! An einigen weiteren Stellen koennen wir noch kleinere Alligatoren im Wasser beobachten, dann aber erreichen wir das Ende der Gravel Road. Das letzte Stueck des Black Point Wildlife Drive ist dann wieder geteert und hier ist sogar Gegenverkehr moeglich.

 
   

   

   
   
   
   

 

Am Strassenrand entdecken wir ploetzlich ein Guerteltier, dass hier wohl das hohe Gras nach Futter absucht. Cool – ein Guerteltier haben wir auf all unseren USA-Reisen auch noch nie gesehen.

 

Neben Guerteltier und den Alligatoren kann man hier natuerlich vor allem jede Menge Voegel beobachten. Immer wieder stehen Fahrzeuge mit Besuchern an den Parkbuchten der Schotterstrasse, die mit ihren Fernglaesern die Reiher und andere Voegel beobachten.

 
   

   

 

Fuer uns wird es nun aber Zeit, wieder zurueck nach Orlando zu fahren. Eine Slideshow zum Merritt Island National Wildlife Refuge mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

In Titusville stoppen wir noch kurz zum Tanken, dann duesen wir auf dem gleichen Weg, den wir gekommen sind, wieder zurueck zu unserem Hotel.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Nach einer Dusche geht es im Anschluss wieder auf den City Walk. Es ist bereits neun Uhr am Abend, als wir dort ankommen und ueberlegen, ob wir um diese Uhrzeit noch einmal ins Hard Rock Cafe zum Abendessen gehen wollen.

 

Bis wir nach dem Essen dann aber wieder zurueck auf dem City Walk sind wird es fuer einen gemuetlichen Abend mit Daiquiri aber schon fast zu spaet, denn morgen muessen wir Orlando leider schon wieder verlassen und entsprechend frueh aufstehen.

 

Also faellt das Abendessen heute mal aus und es gibt zum Abschluss unseres Besuches nur mehr einen 190 Octane, bevor wir uns dann wieder auf den Weg zurueck zum Hotel machen. Erst gegen halb zwoelf fallen wir muede in unser Bett. Was fuer ein toller Tag…

   

 

 

  Hotel / Motel: Best Western Plus Universal Inn Orlando
    Fruehstueck: Ja              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   31°C      
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   261 km

insgesamt:

  724 km
       
   

Bewertung:

Das Best Western Plus Universal Inn ist ein einfaches, aber sauberes Motel mit schoenen Zimmern, die ausreichend Platz auch fuer einen etwas laengeren Aufenthalt bieten. Das Continental Breakfast ist prima, wir haben nichts lebenswichtiges vermisst. Die Lage ist genial - wir wuerden es jederzeit wieder buchen!

 

 

 

Donnerstag, 27.10.2022 (Tag 5) - Spontane Umplanung

 

Auch heute stehen wir wieder um halb sieben auf, denn heute wollen wir etwas improvisieren. Fest steht, dass wir auschecken muessen und Orlando heute verlassen werden. Ebenfalls sicher ist, dass wir heute in Tampa in unserem reservierten Hotel einchecken werden. Aber den geplanten Tagesablauf werden wir komplett ueber den Haufen schmeissen…

 

Eigentlich wollten wir heute nochmal einen Coaster-Tag einlegen. Wir haben bereits im Vorfeld von zuhause aus Karten fuer Bush Gardens und gleich im Anschluss fuer den Abend bzw. die Nacht fuer Howl-O-Scream bestellen wollen. Es gab da tolle Angebote fuer ein Kombiticket.

 

Mehrfach haben wir das dann auch versucht, doch leider wollte man uns die Tickets online nicht verkaufen. Diese Angebote waren nur fuer Amerikaner erhaeltlich, Europaeer konnten den Bestellvorgang nicht abschliessen. Auch ein Chat mit einem Mitarbeiter schaffte da keine Abhilfe, wir sollten die Karten an der Tageskasse kaufen. Das Ganze hat uns schon ein wenig geaergert.

 

So haben wir den Tag offengelassen und wollten spontan entscheiden, ob wir nun coastern gehen oder etwas Anderes machen wollen. Tja – der Tag gestern ist nun ausschlaggebend, dass wir Bush Gardens in diesem Jahr nicht besuchen werden. Schuld sind sie selber, denn haetten wir die Karten online bestellen koennen, haetten wir heute die Wahl gar nicht gehabt.

 

Das Merritt Island National Wildlife Refuge und der Canaveral National Seashore mit seinen tollen Straenden haben bei uns so richtig die Lust auf Natur und Beach geweckt, sodass wir gestern Abend noch nach Alternativen fuer heute gegooglet haben.

 

Und so starten wir nach dem Fruehstueck um kurz nach acht Uhr nicht in Richtung Naples, sondern fahren die Interstate 4 nach Norden. Unsere Fahrt zum ersten Stop, den wir uns ausgesucht haben, dauert nur etwas mehr als eine Stunde.

 

 

Der Blue Spring State Park ist ein netter kleiner State Park, der beruehmt dafuer ist, dass sich aufgrund der etwas 23°C warmen Wassers im Winter Manatees hierher zurueckziehen. In dieser Zeit, so ca. von Mitte November bis Maerz sind jedoch alle wasserbezogenen Freizeitaktivitaeten jedoch verboten. Ausserhalb dieses Zeitraums kann man Kajak oder Kanu fahren, schwimmen, tauchen, Angeln oder einfach nur wandern. Wir wollen etwas spazieren gehen oder vielleicht ein Kajak mieten.

 

Um viertel nach neun Uhr parken wir unseren Explorer auf dem Parkplatz am Ende der Parkstrasse und sehen uns erstmal etwas um. Alle Wasseraktivitaeten sind fuer dieses Jahr bereits beendet, dementsprechend sind auch nur relativ wenige Besucher im Park. Naja, dann gehen wir eben nur etwas spazieren.

 
   

   

   
   

 

Landschaftlich ist es richtig schoen hier, das Wasser ist glasklar und so hoffen wir, dass sich vielleicht jetzt schon der eine oder andere Manatee hierher verirrt hat. Natuerlich wissen wir, dass die Wahrscheinlichkeit gleich null sein duerfte – aber hoffen darf man ja.

 

Nach einigen Minuten Spaziergang erreichen wir den Souvenirshop des Parks und sind ueberrascht, dass dieser tatsaechlich geoeffnet hat. Prima, dann koennen wir ja mal nach einem Souvenirmagneten gucken.

 

Tatsaechlich gibt es ein paar ganz nette Kuehlschrankmagnete. Wir picken uns einen heraus, der uns beiden gefaellt und spazieren anschliessend weiter. Der Weg fuehrt ueber Holzstege bis zu Quelle, der Velusia Blue Spring, aus der jeden Tag etwa 390.000 Kubikmeter Wasser in den St. Johns River stroemen.

 
   

   

   
   

 

Hier beschliessen wir, umzudrehen und weiterzufahren. Ohne aufs Wasser zu duerfen und ohne Manatees zu beobachten ist es jetzt doch nicht sooo aufregend und ausserdem haben wir noch eine laengere Fahrt vor uns. Wir machen noch schnell ein paar Fotos vom Thursby House, doch dann duesen wir los.

 
   

   

 

Eine Slideshow zum Blue Spring State Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Nicht weit entfernt liegt das Lake Woodruff National Wildlife Refuge, wo man ebenfalls Park Boot fahren oder wandern kann. Nur gibt es hier eher Alligatoren als Manatees. Aber als wir um kurz vor elf Uhr ankommen, ist der Zugang zum Park geschlossen. Das war wohl nix…

 

   

   
   

 

Na egal – dann fahren wir eben weiter. Von hier waere es jetzt nur mehr etwa 25 Meilen bis Daytona Beach, doch da wir ja heute eine Reservierung in Tampa haben, muessen wir in die andere Richtung fahren.

 

Da wir nun ueberraschend viel Zeit haben, beschliessen wir, die Interstate zu meiden und den Sunshine State einfach mal auf Nebenstrassen zu durchqueren. An einer Tanke im Niemandsland ist ein Subway und so stoppen wir kurz fuer eine kleine Brotzeit, dann fahren wir gemuetlich weiter zu unserem naechsten Ziel fuer heute.

 

Kurz vor zwei Uhr am Mittag fahren wir auf die winzig kleine Insel Insel Pine Island, Luftlinie keine 25 Kilometer suedlich von Homosassa Springs. Allzu viele Haeuser gibt es hier nicht, Hotels schon gar nicht. Aber am Ende der Strasse ist der Alfred A McKethan Pine Island Park, der die ganze Suedspitze der Insel umfasst.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 
   

 

Normalerweise kostet das Parken hier fuenf Dollar, doch als wir ankommen, sind die Schranken offen und das Kassenhaeuschen ist leer. Viel ist nicht los, wir koennen uns einen der zahlreichen freien Parkplaetze aussuchen. Willy's Tropical Breeze Cafe direkt am Strand sieht richtig nett aus und hat geoeffnet, direkt dahinter sind relativ schoene und saubere oeffentliche Restrooms.

 

Am Strand gibt es ueberdachte Picknickbaenke und wir sehen einige Besucher weit vom Ufer entfernt im Wasser stehen. Der sandige Boden ist klasse, man kann wirklich ewig weit in den Golf von Mexico hinauslaufen. Irgendwie verlieben wir uns auf Anhieb in dieses paradiesische kleine Fleckchen Erde.

 
   

   

 

Wir stellen unsere Birkenstock an den Strand und laufen einfach drauflos. Unter uns im Wasser sind Dutzende von Horseshoe Crabs, also Pfeilschwanzkrebse, die vermutlich mit der Paarung beschaeftigt sind. Wir muessen wirklich aufpassen, dass wir nicht auf sie drauftreten.

 

 

 

   
   
   

 

Ploetzlich deutet ein anderer Badegast vor uns aufs Wasser und meint, dort waeren Delfine. Tatsaechlich schwimmen nur einen Steinwurf entfernt zwei Delfine im seichten Wasser vorbei. Bis wir die Stelle allerdings erreichen, sind sie schon weitergeschwommen.

 

Nur einige Minuten spaeter sind sie aber auf einmal wieder da, schwimmen vor uns einen grossen Bogen und kommen ploetzlich direkt auf uns zu. Keine zwei Meter entfernt sehen wir, wie sie uns beide bemerken und daraufhin ihren Kurs aendern.

 

Erst denken wir, jetzt drehen sie bestimmt um, aber sie schwimmen einfach in einem weiteren Bogen um uns herum. Unmittelbar hinter uns tauchen sie dann wieder kurz zum Luft holen auf und ziehen dann weiter. Ja wie cool war das denn? In freier Wildbahn Delfinen so nahe zu kommen – unglaublich. Natuerlich haben wir davon auch ein kleines Video...

 
   

   

   
   
   
   
   

 

 

 

Wir sind noch voellig aus dem Haeuschen, als Michael bemerkt, dass der Wasserspiegel deutlich angestiegen ist. Die Stelle, an der unsere Birkenstock stehen, gibt es nicht mehr. Waaaaaaaa – schoener Mist. Wir hetzen durch das Wasser zum Ufer und suchen – doch die Schuhe sind weg. Bye Bye Birkenstock - wir werden euch wohl nie wieder sehen...

 

Ein weiterer Badegast steht schliesslich von seinem Campingstuhl auf und kommt auf uns zu. „Das waren eure Schuhe oder?“ meint er. Grinsend drueckt er uns unsere Birkenstock in die Hand, die er und ein Kumpel vorm Ertrinken gerettet haben. Da haben wir aber jetzt echt Glueck gehabt.

 

Wir bedanken uns mehrfach, machen noch ein wenig Smalltalk und spazieren danach ein wenig am Strand auf und ab. Ein anderer Besucher erzaehlt uns, dass vor nicht mal einer Stunde auch ein kleiner Hammerhai im seichten Wasser umhergeschwommen ist, doch der ist laengst weitergezogen. Ebenso wie die Delfine und deswegen beschliessen wir nach knapp eineinhalb Stunden, uns wieder auf den Weg zu machen.

 

Eine Slideshow zu Pine Island mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

 

Als wir uns schliesslich Tampa naehern, geraten wir in die Rush Hour und stehen eine ganze Weile im Stau. Erst kurz vor halb sieben Uhr erreichen wir uns heutiges Hotel, das Holiday Inn. Wir sind sehr zufrieden, das Zimmer ist schoen und relativ gross, fuer eine Nacht absolut perfekt. Passt.

 

 
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

 

 

Jetzt haben wir aber erstmal Hunger. Und da unser Hotel zufaellig – also wirklich ganz rein zufaellig – nur ein paar Minuten vom Hard Rock Hotel, Casino und Cafe entfernt liegt… holen wir unseren ausgefallenen Besuch von gestern Abend gleich mal nach.

 

Nach dem leckeren Essen bummeln wir noch eine ganze Zeit durchs Casino, bevor wir zurueck zu unserem Holiday Inn fahren.

 
   

   

 

   
   

 

 

 

Nach dem Duschen goennen wir uns noch ein Bud, doch dann fallen wir muede in unser saubequemes Bett.

 

 

  Hotel / Motel: Holiday Inn Tampa
    Fruehstueck: Ja              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   32°C      
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   391 km

insgesamt:

  1.115 km
       
   

Bewertung:

Das Holiday Inn in Tampa ist prima. Geraeumige und saubere Zimmer, sehr gutes Fruehstueck. Wir waren sehr zufrieden und wuerden es jederzeit wieder buchen.

 

 

 

Freitag, 28.10.2022 (Tag 6) - Gator Day

 

Wie immer stehen wir auch heute um halb sieben Uhr auf und gehen erstmal Fruehstuecken. Erwartungsgemaess ist das im Holiday Inn hier wirklich gut, wir sind sehr zufrieden. Dann packen wir unsere sieben Sachen zusammen und starten die heutige Fahrt, die uns zumindest in die Naehe der Hurricane-Gebiete bringen wird.

 

Um kurz vor acht Uhr morgens ist es noch nicht allzu warm, richtig ueberrascht sind wir vom dichten Hochnebel. Lange allerdings haelt er sich nicht, nur etwa 15 Minuten spaeter ist der Spuk vorbei und es ist wieder der schoenste Tag.

 
   

 

Wir fahren auf der Interstate 75 ein kleines Stueck nach Sueden, doch bereits nach einer viertel Stunde fahren wir ein kurzes Stueck auf der Big Bend Road in Richtung Golf von Mexiko. Am Ende dieser Strasse liegt ein grosses Kraftwerk von Tampa Electric, ganz in der Naehe ist auch das Apollo Beach Nature Preserve.

 

Uns interessiert aber vor allem die Manatee Viewing Area hier, denn im warmen Wasser am Kraftwerk versammeln sich jedes Jahr viele Manatees zum Ueberwintern. Aber – um viertel nach acht ist die Schranke zum Parkplatz noch geschlossen, wir sind zu frueh dran. Doch als ein Mitarbeiter mit seinem Chip die Schranke zum Parkplatz oeffnet, nutzt Michael die Chance und huscht einfach mit durch. Ganz schoen frech…

 

Genutzt hat uns das alles leider nichts, denn erstens hat Hurricane Ian hier so viele Pflanzen entwurzelt, dass man derzeit mit Aufraeumarbeiten beschaeftigt ist und die Viewing Area deswegen noch einige Tage geschlossen ist. Und zweitens sind aktuell sowieso noch keine Manatees hier, das Wasser im Golf von Mexiko ist noch etwas zu warm. Na gut, dann fahren wir eben weiter.

 
 

 

Ohne grosse Stops fahren wir nun durch bis zu den Miromar Outlets, die wir fast genau um elf Uhr vormittags erreichen. Da sie auf dem Weg liegen, wollen wir kurz in zwei oder drei Shops gucken und Mittagessen gehen. Ausserdem braucht man ja ab und zu auch mal ein Restroom…

 
   

   

 

Lange halten wir uns aber nicht, nach einem leckeren Footlong bei Subway fahren wir weiter in Richtung Immokalee. Der kleine Ort hat keine touristische Bedeutung, aber von hier durchquert man auf dem Weg nach Sueden das Florida Panther National Wildlife Refuge. Ein Visitor Center oder einen Shop gibt es allerdings nicht, nur den einen oder anderen Hiking Trail.

 

Der beste Punkt zum Wandern liegt kurz vor der Kreuzung des Hwy 29 mit der Interstate 75, wo wir einen kurzen Stop einlegen. Allerdings gelten die Florida Panther als extrem scheu, sodass die Chance, sie tatsaechlich in freier Wildbahn beobachten zu koennen, gleich null ist. Zwar ist die Population von kaum mehr als zwanzig Exemplaren Ende der siebziger Jahre wieder auf mehr als 230 Exemplare angestiegen – man hat wohl einige Tiere aus Texas hier angesiedelt – aber bei der Groesse des zur Verfuegung stehenden Lebensraumes sind sie eben kaum zu sehen.

 

Auch die Schwarzbaeren von Florida, die hier leben, gelten als ausgesprochen scheu und werden nur extrem selten beobachtet, obwohl es von ihnen deutlich mehr gibt als Florida Panther. Naja – jedenfalls wollen wir uns nicht lange aufhalten, denn unser Ziel heute ist eigentlich ein anderes.

 
   

   

   

 

Etwa zweieinhalb Meilen bevor der Hwy 29 den Tamiami Trail kreuzt, erreicht man den kleinen Ort Copeland. Direkt am Ortsrand liegt der Fakahatchee Strand Preserve State Park, den wir uns jetzt mal ansehen wollen. Direkt am Eingang zum Park gibt es ein brandneues Visitor Center, das so neu ist, dass es noch nicht einmal in Betrieb genommen wurde. Eigentlich steht nur ein leeres Gebaeude vor uns, voellig ohne Einrichtung. Aber die neuen Restrooms funktionieren schon.

 
   

 

Von hier fuehrt eine Schotterstrasse in den Park hinein, die als Geheimtip fuer Alligator-Beobachtungen gilt: der Janes Memorial Scenic Drive. Die Gravel Road ist bis zum Ende fast genau sechs Meilen lang, dann muss man umkehren. Im Grossen und Ganzen ist sie in vernuenftigem Zustand, allerdings gibt es an einigen Stellen tiefe Schlagloecher, die man unbedingt umfahren sollte. Ohne SUV sollte man diese Strasse besser meiden oder nur Schritttempo fahren, denn oft liegen die tiefen Loecher im Schatten und sind nur schwer zu erkennen.

 
   

 

Es ist kurz vor zwei Uhr, als wir losfahren und gleich zu Beginn sehen wir dann auch schon unseren ersten Alligator im Wasser liegen. Ja cool, darauf hab ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Es ist zwar nur ein kleineres Exemplar, aber das macht nichts. Vielleicht ist er ja ein gutes Zeichen…

 

 

Und er ist definitiv ein gutes Zeichen! Wir muessen uns nicht allzu lange geldulden, etwa eine viertel Stunde spaeter sehen wir den ersten etwas groesseren Alligator am Rand der Gravel Road liegen. Er duerfte etwa knapp zwei Meter lang sein, aber er will sich scheinbar nicht sonderlich gerne aus der Naehe fotografieren lassen. Kaum naehern wir uns ihm ein wenig, verzieht er sich ins Wasser.

 
   

   

   
 

 

Die Temperaturen um diese Jahreszeit sollten fuer solche Begegnungen eigentlich ganz gut sein, denn da es nachts nun schon deutlich kuehler ist als im Sommer und auch die Wassertemperaturen zurueckgehen, suchen die Tiere die Sonnenstrahlen auch ausserhalb des Sumpfes. Vielleicht haben wir Glueck und sehen noch groessere Exemplare.

 

Nur etwa zehn Minuten spaeter liegen wieder zwei Alligatoren am Rand der Gravel Road. Die beiden verhalten sich ganz anders als der von gerade eben. Sie liegen tiefenentspannt in der Sonne und lassen sich von uns ueberhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Zwar beobachten sie jede unserer Bewegungen ganz genau, aber ansonsten sind wir ihnen egal.

 

Der kleinere von beiden duerfte etwa zwei Meter gross sein, der andere ist deutlich groesser und auch massiger. Wir wuerden ihn auf knapp drei Meter schaetzen, vielleicht so zweiachzig oder so. Wir bleiben einige Minuten und knipsen aus allen Richtungen, dann aber lassen wir ihnen wieder ihre Ruhe und fahren weiter.

 
   

   

   
   
   
   

 

Es dauert wieder nur etwa fuenf Minuten, bis wir den naechsten Alligator im hohen Gras liegen sehen. Und dieser Freund ist der groesste bisher, sowohl von der Koerpermasse als auch von der Laenge her. Vorsichtig geschaetzt duerfte er wohl knapp vier Meter lang sein, schon eine ganz stattliche Groesse also. Vereinzelt gibt es sogar Exemplare, die zwischen fuenf und sechs Metern gross werden, der Durchschnitt eines erwachsenen Alligators liegt aber bei dreieinhalb bis viereinhalb Metern.

 

Als wir vorsichtig aus dem Auto aussteigen, hebt unser Freund sofort den Kopf und beobachtet jede unserer Bewegungen ganz genau. Er macht irgendwie einen leicht nervoesen Eindruck. Okey, du magst uns wohl nicht sonderlich, aber das ist in Ordnung. Wir knipsen unsere Fotos und halten Abstand, bleiben in der Naehe der Tueren unseres Explorers, die immer geoeffnet sind.

 
   

 

Nach einigen Minuten fahren wir weiter und erreichen kurz darauf das Ende der Gravel Road. Fuer die sechs Meilen haben wir etwa achtzig Minuten gebraucht. Aber die haben sich so richtig gelohnt. Wir sollten uns hier vielleicht wirklich mal auch Zeit einplanen, um etwas spazieren zu gehen. Wobei man sicherlich nicht immer so viel Glueck haben duerfte wie wir heute.

 
   

 

Auf dem Rueckweg kommen wir wieder an unserem ganz grossen Alligator vorbei, den wir aber nicht wieder belaestigen wollen. Es ist ja erst wenige Minuten her, dass wir ihn geknipst haben.

 

Aber auch unsere beiden anderen Freunde sind noch da. Es ist zwar schon eine dreiviertel Stunde her, als wir das erste Mal hier vorbeigekommen sind, doch die beiden liegen immer noch da und sonnen sich. Und sie zeigen sich so toll von ihrer Schokoladenseite, dass wir einfach nicht anders koennen, als nochmal zu halten und sie noch ein wenig zu beobachten.

 
   

 

Irgendwann koennen wir uns dann doch losreissen und fahren weiter Richtung Parkausgang. Aber nur fuenf Minuten spaeter sehen wir den naechsten Alligator ausserhalb des Wasser herumliegen. Ja Wahnsinn, so viel Glueck hatten wir definitiv noch nie.

 

Auch dieser Freund duerfte etwa drei Meter lang sein, und auch er laesst sich von uns ueberhaupt nicht stoeren. Wir koennen aus naechster Naehe bewundern und ausgiebig fotografieren, dann aber muessen wir weiter.

 
   

   

   
   

 

Besonders weit kommen wir jedoch wieder nicht, denn erst entdecken wir noch ein kleines Exemplar und kurz darauf den naechsten grossen Alligator am Rand der Schotterstrasse.

 

Unglaublich, auch er ist wieder ein etwa drei Meter langer Brocken und auch er ist entspannt und laesst die Fotosession geduldig ueber sich ergehen. Brav, so gefaellt uns das.

 
   
   

   

   

 

Aber es hilft nix, es wird jetzt wirklich Zeit fuer uns, den Fakahatchee Strand Preserve State Park zu verlassen und unser naechstes Ziel anzusteuern.

 

Eine Slideshow zum Fakahatchee Strand Preserve State Park mit dem Janes Memorial Scenic Drive mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Wir muessen auf dem Hwy 29 nun knapp eineinhalb Meilen zurueckfahren in Richtung Norden, also Immokalee, bevor rechts die Wagon Wheel Road abzweigt. Dieser gut befahrbaren Gravel Road folgen wir nun fuer gut siebeneinhalb Meilen, dann erreichen wir die Turner River Road.

 

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 
   

 

Die steht schon lange auf unserer Bucket List, denn auch hier soll man relativ gute Chancen haben, Alligatoren aus naechster Naehe beobachten zu koennen.

 

Als wir am Ende der Wagon Wheel Road die Turner River Road erreichen, sind wir genau sieben Meilen von der US 41 – also dem Tamiami Trail – entfernt. Es ist jetzt viertel vor fuenf, wir liegen noch ganz gut in der Zeit. So beschliessen wir, die Turner River Road erst einmal nach Norden zu fahren. Mit jeder Minute entfernen wir uns nun also vom Tamiami Trail.

 

 

Die ebenfalls prima zu befahrende Gravel Road ist allerdings nicht so sonderlich aufregend, zu sehen gibt es ausgesprochen wenig. Nach jeder zurueckgelegten Meile sehen wir auf die Uhr, ueberlegen kurz und beschliessen dann, noch eine weitere Meile zu fahren. Nach sechs Meilen und damit 13 Meilen Entfernung von der US 41 machen wir das noch ein letztes Mal, dann ist die Wagon Wheel Road genau mittig zwischen uns und der US 41.

 

Nur Sekunden nach unserem Entschluss, noch eine Meile dranzuhaengen, bemerken wir vor uns auf der Strasse eine grosse Schlange ueber die Strasse kriechen. Sofort stoppen wir und springen aus dem Auto. Im ersten Augenblick vermuten wir aufgrund der Groesse eine Python, denn die Schlange duerfte etwas mehr als eineinhalb Meter lang sein.

 

Als wir uns ihr aber naehern, werden wir doch recht schnell stutzig. Mit jedem Schritt werden wir vorsichtiger und fast gleichzeitig mit einem lauten Rasseln und Fauchen sehen wir auch schon die Schwanzrassel, die nun heftig geschuettelt wird.

 

Langsam gehen wir ein paar Schritte zurueck. Wir wussten gar nicht, dass Schlangen gar so laut fauchen koennen. Vor uns liegt eine Eastern Diamondback Rattlesnake, eine Diamant-Klapperschlange von beachtlicher Groesse. Die groesste Klapperschlangenart ueberhaupt kann bis zu zweieinhalb Meter lang werden, durchschnittlich liegen sie bei eineinhalb Metern. Unser aggressiver Freund hier liegt vermutlich knapp ueber dem Durchschnitt und mag uns gar nicht.

 

Waehrend die Klapperschlange langsam ueber die Gravel Road kriecht, laesst sie uns keine Sekunde aus den Augen. Eine wahnsinnig beeindruckende Schlange, die wir hier beobachten koennen. Wir bleiben in sicherer Entfernung, sind aber von dieser Begegnung absolut fasziniert und koennen uns selbst dann kaum losreissen, als die Schlange im Gebuesch verschwindet.

 
   

 
   
   
   

 

Zu unseren Begegnungen mit den Alligatoren im Fakahatchee Strand Preserve State Park und der Klapperschlange hier an der Turner River Road haben wir auch ein kurzes Video aufgenommen! Viel Spaß beim Ansehen. Ach ja - sowohl fuer Begegnungen mit Alligatoren als auch Klapperschlangen gilt: Abstand halten. Wir sind da vor lauter Faszination manchmal vielleicht ein klein wenig zu mutig - also besser nicht nachmachen.

 

 

 

Wir fahren noch ein kleines Stueck, dann erreichen wir mit dem Fire Prairie Trail einen Punkt, den wir uns gut merken koennen und drehen an dieser Stelle um. Auf dem Rueckweg helfen wir noch einer kleinen Schildkroete ueber die Strasse, dann aber erreichen wir wieder den Tamiami Trail. Bis zum Fire Prairie Trail sind es etwas mehr als vierzehn Meilen, doch ausser der Schildkroete haben wir auf dem Rueckweg keine weiteren Tiere mehr gesehen. Schade.

 
   

 

Nun geht es auf dem Tamiami Trail wieder in Richtung Naples. Nebenbei - viele meinen, der Name Tamiami Trail stammt aus dem Indianischen. Dabei uebersieht man tatsaechlich das Naheliegende: Tamiami setzt sich schlicht und einfach aus den Namen der Staedte Tampa und Miami zusammen, die durch die Strasse auf einer Laenge von 275 Meilen verbunden werden. Der komplette Name lautet: Tamiami Trail - Windows to the Gulf Coast Waters Scenic Highway.

 

Unser Ziel ist jedoch nicht Naples, sondern der kleine Ort Everglades City. Hier waren wir 2016 schon einmal fuer einen kurzen Besuch, allerdings ohne Uebernachtung.

 
 
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Eigentlich wollten wir ja in Naples bleiben, doch Hurricane Ian hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das LaQuinta Inn, das wir dort urspruenglich fuer zwei Naechte reserviert hatten, hat auf keine unserer Anfragen reagiert und so mussten wir eine Alternative suchen.

 

Der erste Gedanke war ja, wieder ins Miccosukee Resort zu gehen, doch dann haetten wir jetzt den ewig langen Weg bis Miami fahren muessen und morgen wieder zurueck. Dann aber habe ich zufaellig das Ivey House Adventure Hotel entdeckt.

 

Eine kurze Nachfrage per Mail, ob nach dem Hurricane alles in Ordnung ist, wurde schnell beantwortet und die Bewertungen im Web waren richtig gut. Also haben wir reserviert und sind nun schon ganz neugierig, ob wir jetzt ein glueckliches Haendchen gehabt haben oder nicht.

 

Als wir um kurz vor sechs Uhr abends ankommen und vom Parkplatz zum Motel laufen, hoeren wir einige Mosquitos um uns herumschwirren. An der Rezeption warnt man uns dann auch gleich, dass wir besonders nach Einbruch der Daemmerung aufpassen sollen, denn die Viecher sind derzeit wieder sehr laestig. Das ganze Hotel ist mit Mosquitonetzen umhuellt, sodass die Plagegeister hier innerhalb kaum eine Chance haben.

 

Wir holen unsere Koffer und bringen alles auf unser Zimmer, dass nicht nur riesig, sondern auch richtig schoen ist. Vor unserem Zimmer steht ein kleiner Tisch mit Stuehlen und der Pool ist um die Ecke. Wir sind nicht nur positiv ueberrascht, wir sind fast schon begeistert. Ein solch nettes Motel haetten wir in Everglades City wirklich nicht erwartet. Auch wenn der Name Hotel sagt, ist es wohl eher ein Motel als ein Hotel. Einziger Wermutstropfen: es gibt kein Fruehstueck. Egal…

 
   

   

   

 

Von den Gebieten, die wir heute durchquert haben, war uebrigens von Schaeden durch Hurricane Ian nicht allzu viel zu sehen. Hoechstens mal ein paar entwurzelte Baeume, Straeucher und Palmen ohne Blaetter, das wars auch schon. Natuerlich liegt das vor allem daran, dass wir die am schlimmsten betroffenen Gebiete bewusst gemieden haben. Katastrophentourismus liegt uns nicht, das muss nun wirklich nicht sein.

 

Die einzige Stelle, an der wir etwas mehr von den Folgen des Hurricanes sehen, ist Everglades City. Der Ort ist tatsaechlich vollstaendig unter Wasser gestanden. Am Straßenrand sind immer wieder Berge von Sperrmuell zu sehen, aber die Haeuser sind im Grossen und Ganzen o.k. Viele Gebaeude stehen erhoeht auf Stelzen, die anderen wurden zwar ueberschwemmt, aber nicht zerstoert.

 

Jetzt haben wir erstmal Hunger. Unser Ziel ist das Diving Pelican Restaurant, das kurz vor Ortsende und Beginn der Bruecke nach Chokoloskee Island liegt. Das Essen schmeckt prima, die Empfehlung von unserem Motel war wirklich gut.

 
   

   

   
   
   

 

Den Abend verbringen wir dann vor unserem Zimmer im Motel, wo wir uns als Schlummertrunk auch heute wieder ein eiskaltes Bud goennen. Was fuer ein aufregender Tag.

 

 

  Hotel / Motel: Ivey House Adventure Hotel Everglades City
    Fruehstueck: Nein              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   32°C      
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   441 km

insgesamt:

  1.556 km
       
   

Bewertung:

Das Ivey House in Everglades City ist absolut klasse. Das Zimmer ist riesig, sauber und richtig schoen, der Mosquito-Schutz vorbildlich. Der Pool im Innenhof ist ebenfalls vollstaendig vor den Plagegeistern geschuetzt. Kleiner Wehrmutstropfen: es ist kein Fruehstueck inbegriffen.

 

 

 

Samstag, 29.10.2022 (Tag 7) - Gator Loop

 

An der Rezeption des Ivey House hat man uns gestern das Island Cafe zum Fruehstuecken empfohlen. Es ist nur einen Katzensprung entfernt und so sitzen wir bereits um kurz vor sieben Uhr morgens hier und futtern.

 

Michael begnuegt sich mit Toast und Marmelade, ich mag heute mal ein eher amerikanisches Fruehstueck. Geschmacklich und auch preislich geht das Essen hier voellig in Ordnung, ausserdem ist es hier wirklich gemuetlich. Gefaellt uns ausgesprochen gut!

 
   

   

 

Im Ivey House packen wir anschliessend unsere Koffer zusammen und fahren noch schnell zur Everglades City Marina sowie einem kleinen Laden schraeg gegenueber, wo wir dann endlich auch einen Souvenir Magneten von Everglades City erhalten.

 

Da wir ausgesprochen frueh dran sind und der Tag heute eher grosszuegig geplant ist, fahren wir kurzerhand zurueck zum Fakahatchee Strand Preserve State Park. Es ist uns eigentlich klar, dass so frueh am Morgen bei den noch eher kuehleren Temperaturen und ohne Sonne die Chance auf Alligatoren nur minimal ist, aber wer weiss – vielleicht haben wir ja Glueck.

 

Schnell wird jedoch klar, dass unsere Vermutung richtig ist. Der Park ist wie leergefegt, nicht ein Alligator ist zu sehen. Auf dem Rueckweg spitzt die Sonne zwar schon heraus, fuer den Janes Memorial Scenic Drive steht sie jedoch noch viel zu schraeg. Die Gravel Road liegt im Prinzip noch vollstaendig im Schatten. Egal – wir haben ja heute noch mehr vor.

 

Zurueck auf dem Tamiami Trail passieren wir die Ochopee Post Office, die kleinste Post Office der USA. Wir sind ganz verbluefft, denn sie hat doch tatsaechlich geoeffnet. Wir waren zwar schon mal hier, aber in diesem Fall muessen wir kurz stoppen. Der Mitarbeiter ist richtig nett, laesst sich fotografieren und unterhaelt sich dann auch ein wenig mit uns. Dafuer kaufen wir ihm dann eine Postkarte ab, die nicht nur frankiert ist, sondern sogar den offiziellen Ochopee Post Stempel erhaelt.

 
   

   

   

 

Als naechstes fahren wir wieder auf die Turner River Road. Vielleicht haben wir heute hier etwas mehr Glueck, denn gestern haben wir ja nicht einen einzigen Alligator gesehen. Und siehe da – heute sieht die Welt schon ganz anders aus.

 

Wir sehen einige kleinere und mittelgrosse Alligatoren im Wasser schwimmen, besonders an einem scheinbar recht begehrten Angelplatz schwimmen sie umher. Wir nehmen uns einige Minuten Zeit zum Fotografieren, doch dann wollen wir weiter.

 
   

   

   

 

Heute steht noch unsere Lieblings-Gravel Road auf dem Programm. Von der Turner River Road bis zur Loop Road braucht man nur knapp 15 Minuten, es ist erst dreiviertel elf, als wir auf die Gravel Road einbiegen. Und nur weitere zehn Minuten spaeter sehen wir auch schon unseren ersten Alligator im Wasser schwimmen.

   
   

   

 

Kaum fuenf Minuten spaeter entdecken wir dann auch den ersten ausserhalb des Wassers. Oder sollten wir sagen "die erste"? Bei diesem Exemplar handelt es sich offensichtlich um ein Weibchen, denn im Wasser schwimmen einige Baby-Alligatoren umher, die von Mama nicht aus den Augen gelassen werden.

 

Entsprechend vorsichtig naehern wir uns der Alligatoren-Dame, die jedoch nur dann eine Regung zeigt, wenn wir ihren Jungtieren zu nahe kommen. Wenn wir uns ihr naehern, bleibt sie entspannt. Sie scheint irgendwie zu wissen, dass ihre Jungen wehrlos sind, sie sich jedoch ganz gut verteidigen kann.

 
   

   

   
   

 

Lange bleiben wir nicht, nach einigen Fotos fahren wir weiter und lassen Mama Gator und ihre Jungen in Ruhe. Nur fuenf Minuten spaeter treffen wir auf den naechsten Alligator. Dieser schwimmt im Wasser, ist jedoch ganz nah am Ufer.

 
   

 

Weitere drei Minuten spaeter liegen gleich zwei Alligatoren direkt am Rand der Gravel Road. Beide lassen sich auch wieder ausgiebig fotografieren und scheinen sich von uns ueberhaupt nicht beeindrucken zu lassen. Gerade als wir uns zurueckziehen wollen und schon auf dem Weg ins Auto sind, springt der erste der beiden zurueck ins Wasser. Nur wenige Sekunden spaeter folgt ihm dann auch der zweite Alligator.

 
   

   

   
   

 

Und weiter geht die muntere Alligator Safari. Der naechste Alligator, den wir entdecken, schwimmt im Wasser, kurz darauf kommt wieder einer, der in der Sonne am Ufer liegt. Dann wieder einer im Wasser... Am Ende des geschotterten Abschnitts sehen wir nochmal einige Alligatoren im Wasser, an diesem Punkt haben wir bisher eigentlich immer welche schwimmen sehen.

 
   

   

   
   
   
   

 

Normalerweise wuerden wir hier umdrehen und die gleiche Strecke wieder zurueckfahren, um noch mehr Alligatoren beobachten zu koennen. Aber da wir im Laufe des Vormittags beschlossen haben, noch einen kurzen Abstecher zum Anhinga Trail zu machen, fahren wir weiter.

 

Eine Slideshow zur Loop Road mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Als naechsten Stop erreichen wir gegen viertel nach ein Uhr das Shark Valley im Everglades National Park. Eigentlich wollten wir hier gar nicht stoppen, aber manchmal sind hier ganz nah am Visitor Center schon Alligatoren zu finden und da dachten wir, schau’ma halt wenigstens kurz vorbei (ausserdem brauchen wir mal ein Restroom).

 

Das Shark Valley gilt innerhalb des Everglades National Parks durchaus auch als Hotspot fuer Alligatoren, aber heute ist keiner da. Die sind wohl alle auf Betriebsausflug zur Loop Road gefahren…

 

 

Macht nix, dann muessen wir uns auch nicht lange aufhalten. Klar waere mal eine Fahrradtour hinunter bis zum Aussichtsturm schoen, aber entlang der Teerstrasse gibt es keinen Schatten und wir haben mittlerweile wieder 32°C erreicht. Das werden wir irgendwann in den naechsten Jahren mal nachholen.

 

Wir fahren den Tamiami Trail weiter in Richtung Miami, biegen am Miccosukee Resort rechts ab und fahren weiter bis nach Florida City. Unser Motel kennen wir bereits ganz, denn hier waren wir vor einigen Jahren schon.

 

Das Best Western Gateway to the keys ist ein guenstiges, aber prima Motel, mit dem wir damals sehr zufrieden waren. Und auch in diesem Jahr gibt es nichts auszusetzen – alles wie gewohnt gut. Passt.

 

Wir checken ein und bringen schnell unser Gepaeck aufs Zimmer, dann fahren wir in Richtung Everglades National Park.

 

   

 

Naechster Halt: Robert is here, der wohl beruehmteste Fruechteladen Floridas. Wir bummeln ein wenig herum, kaufen eine Erdbeermarmelade fuer zuhause und wollen eigentlich auch noch einen Shake trinken. Da aber die Schlange am Bestellfenster riesig ist, fahren wir ohne Shake weiter. Vielleicht auf dem Rueckweg…

 
   

 

   

 

Um kurz vor halb vier Erreichen wir wieder den Everglades National Park. Am Royal Palm Visitor Center befinden sich der Anhinga Trail und der Gumbo Limbo Trail, die immer einen Besuch wert sind.

 

Zumindest den einen oder anderen Alligator kann man hier normalerweise immer beobachten, allerdings haben wir den Eindruck, dass sich in den letzten Jahren hier deutlich weniger Tiere aufhalten als noch vor zehn oder mehr Jahren.

 

Auch heute ist die Ausbeute eher maessig, wir sehen einen Alligator direkt hinter dem Visitor Center im Wasser schwimmen und einen weiteren am Anhinga Trail versteckt im hohen Gras liegen. Der Loop ueber die Stege ist zwar immer wieder schoen, aber irgendwie werden die Seerosen scheinbar immer mehr und Alligatoren sind keine zu finden. Schade.

 
   

   

   
   
   
   

 

Das erste Mal ueberhaupt laufen wir jetzt den Gumbo Limbo Trail, denn das war bisher immer unmoeglich. Die letzten Male haben wir bereits nach wenigen Metern umkehren muessen, denn der kleine Dschungelpfad war bisher immer von Muecken belagert, die nur auf uns gewartet zu haben scheinen.

 

Heute ist alles gut, wir koennen den Trail laufen, ohne einen Stich abzubekommen. Allerdings auch ohne irgendwelche Tiere zu sehen.

 
   

   

   
   

 

So verlassen wir Royal Palm wieder und fahren weiter zum Long Pine Key, wo es aber wie fast schon zu erwarten ebenfalls nicht viel zu sehen gibt.

Da es mittlerweile bereits nach halb fuenf Uhr ist, verlassen wir den National Park wieder, denn fuer die Fahrt bis nach Flamingo sind wir leider deutlich zu spaet dran.

 
   

 

Eine Slideshow zum Everglades National Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden. Da wir schon einige Male hier in den Everglades unterwegs waren, haben wir auch eine eigene kleine Everglades-Seite gebastelt. Dort sind viele Informationen zu allen Eingaengen in den National Park, alle Slideshows und auch eine kleine Map zu finden. *klick*

 

Fast genau um fuenf Uhr sind wir wieder bei Robert is here und die Schlange am Bestellfenster ist nur kurz – das gefaellt uns. So kommen wir heute also doch noch zu unserem Shake.

 

Wir bestellen einen Strawberry-Banana-Vanilla Shake und sind absolut begeistert. Der schmeckt wirklich absolut unglaublich. Ich glaube, das ist wirklich der beste Shake, den ich je getrunken hab.

 
   

 

 

Nach einem kurzen Stop bei Walmart in Florida City geht es dann endlich zum Abendessen. Wir sind richtig hungrig und freuen uns nun auf ein leckeres Steak. Seit Oktober 2020 gibt es in Homestead ein Outback Steak House, nur etwa 10 Minuten entfernt von unserem Motel. Und darauf haben wir uns jetzt den ganzen Tag schon gefreut.

 

Und was soll ich sagen – das Essen ist wie gewohnt richtig lecker und wir sind happy, dass wir wenigstens einen Outback-Besuch auf dieser Reise einplanen konnten.

 
   

   
 
   

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Es ist bereits nach acht Uhr abends, als wir muede und pappsatt zurueck im Best Western sind. Nach einer Dusche sitzen wir mit unserem Feierabend-Bud noch vor unserem Zimmer und beobachten die Security, die alle paar Minuten um das Motel faehrt und verzweifelt den Besitzer des neuen Mercedes unter uns auf dem Parkplatz sucht. Der hat naemlich die Kofferraumklappe offen gelassen und ist seitdem verschwunden. Selbststaendig schliessen traut sich die aber auch niemand…

 

Irgendwann gehen wir dann ins Bett, doch die Kofferraumklappe ist immer noch offen.

 

 

 

  Hotel / Motel: Best Western Gateway to the Keys Florida City
    Fruehstueck: Ja              

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   32°C      
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   261 km

insgesamt:

  1.817 km
       
   

Bewertung:

Wir waren bereits 2016 hier in diesem Hotel und ausgesprochen zufrieden. Auch dieses Mal sind wir nicht enttaeuscht, die Zimmer sind sauber und das Fruehstueck lecker. Darueberhinaus war es das guenstigste Motel auf dieser Reise und lag als einziges Motel noch etwa auf dem Kostenniveau von vor Corona.

 

 

 

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