USA-EckeFoto-SectionReiseberichteUSA-NewsMapsStatistikLinks und BannerInfo

Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5Teil 6

  Red Rock Tour 2017 - Teil 3                                                         (Tag 9)   (Tag 10)   (Tag 11)

 

Montag, 03.07.2017 (Tag 9) – Hiking @ CCR

Es ist viertel vor sieben, als wir den Fruehstuecksraum betreten. Johnny und Karin kommen in ein paar Minuten, so suchen wir einen Tisch fuer vier Personen. Es ist extrem voll, wie uns bereits vor zwei Jahren aufgefallen ist, scheint Page ein Haupturlaubsort fuer asiatische Touristen geworden zu sein.

 

Kaum haben wir uns gesetzt, sitzt die erste Touristin aus Fernost bei uns am Tisch. Einen Moment sind wir baff, dann erklaeren wir hoeflich, dass wir den Platz fuer unsere Freunde brauchen. Zwei Minuten spaeter das gleiche Spiel. Als wir dann die dritte Dame verscheucht haben, kommen Johnny und Karin. Offensichtlich scheint im asiatischen Raum niemand zu fragen, ob ein Platz an einem Tisch frei ist… Wir erwaehnen das uebrigens nur, weil uns vor zwei Jahren hier im Rodeway Inn aehnliches passiert ist.

 

Nachdem wir das Chaos im Fruehstuecksraum hinter uns gebracht haben, checken wir aus und holen im Safeway schnell noch Eis fuer unsere Kuehlboxen. Dann verlassen wir Page schweren Herzens und machen uns auf den Weg in Richtung Kanab.

 

  

 

Allerdings fahren wir nicht die ganze Strecke, sondern biegen bereits deutlich vorher ab. Vor zwei Jahren sind wir bei unserem ersten Versuch, die Cottonwood Canyon Road zu fahren, leider gescheitert und mussten ueber die Skutumpah Road ausweichen. In diesem Jahr nehmen wir einen zweiten Anlauf.

 

  

 

Da es die letzten Wochen hier kaum geregnet hat, wissen wir bereits, dass die Dirt Road heute geoeffnet ist und wir keine Probleme haben sollten. Die CCR zweigt zwischen Mile Marker 17 und 18 vom Hwy 89 in Richtung Norden ab und durchquert einen Teil des Grand Staircase-Escalante National Monuments.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Die CCR ist an und fuer sich schon traumhaft schoen, es gibt hier aber einige Punkte, die wir zusaetzlich auch noch mitnehmen wollen. Nach knapp vierzehneinhalb Meilen zweigt rechts die Brigham Plains Road (BLM 430) ab, die extrem steil einen Berg hinauf fuehrt. Der Weg ist uebersaet mit dicken Felsbrocken, sehr sandig und kurvig.

 

  

 

Wir haben mit unserem Ford Edge leider keinen Allradantrieb, so kommt es, wie es kommen musste – ich bleibe stecken. Fuer Johnny und Karin das Zeichen, den Wagen abzustellen und unten einen geeigneten Fotospot zu suchen.

 

  

 

Ich unternehme einen zweiten Versuch und dieses Mal klappt es – mit etwas mehr Mut und Schwung schaffe ich die ersten engen Serpentinen. Sylvia allerdings steht noch unten. Nachdem sie bemerkt hat, dass ich es dieses Mal schaffe, macht sie sich auf den Weg zu mir - zu Fuss - und steigt kurz darauf wieder ein.

 

  

 

Wir erreichen einen Grat, dann kommen weitere Serpentinen. Einige Kurven fahre ich noch, dann wird die Strasse so grausam schlecht, dass ich nun leider endgueltig aufgeben muss. Sylvia ist etwas blasser als sonst, aber sie beisst die Zaehne zusammen und laesst mir meinen Spass.

 

Warum das Ganze eigentlich? Nun ja – weil man von hier oben einen tollen Blick auf den Yellow Rock hat, der nun hinter uns liegt. Klar haetten wir auch zu Fuss den Berg hinauflaufen koennen, aber das haette nur halb so viel Spass gemacht… also zumindest mir… Der Blick auf den Yellow Rock ist uebrigens wirklich grandios.

 

  

 

  

 
Das ist allerdings nicht das einzige Highlight. Sieht man entlang der Cottonwood Canyon Road nach Norden, ist im Hintergrund auch der Castle Rock gut zu erkennen, waehrend man im Vordergrund die geologische Verwerfung Cockscomb Ridge entlang der CCR prima von oben bewundern kann. Der Ausblick lohnt sich auf alle Faelle - notfalls eben auch zu Fuss!
 

 

Ich wende unseren Edge und fahre den Berg wieder hinunter, wo Johnny und Karin bereits auf uns warten. Wir machen noch einige letzte Fotos, dann fahren wir wieder ein kleines Stueck.

 

  

 

  

 

 

 

Nur wenige hundert Meter weiter ist unser naechster Halt: der Lower Hackberry Trailhead und der Yellow Rock Trail. Beide starten hier an einem kleinen Parkplatz, der gut beschildert ist. Die Temperatur um 11.00 Uhr ist schon extrem hoch, allerdings erfahren wir erst spaeter, dass es mittags wieder mehr als 40°C waren. Denn das Thermometer unseres SUV zeigt dauerhaft nur noch 84°F an. Witzigerweise spinnt auch bei Johnny’s SUV das Thermometer eine ganze Zeit, ehe es irgendwann wieder realistische Werte anzeigt.

 

  

 

  

 

  

 

Um in den Hackberry Canyon zu kommen, muss man den Paria River Wash durchqueren. Meistens soll er etwas Wasser fuehren, bei unserem Besuch war er komplett trocken. Der gesamte Trail ist extrem sandig, das laufen faellt hier wirklich schwer.

 

Wir marschieren weit mehr als eine Stunde in den Canyon hinein, irgendwann muessen wir umdrehen, um den restlichen Tagesplan nicht voellig ueber den Haufen zu werfen. Wir sind zwar, nach allem was wir gelesen hatten, relativ sicher, dass wir das Ende ziemlich erreicht haben, aber die Hand dafuer ins Feuer legen wuerden wir nicht.

 

  

 

  

 

  

 

Der Canyon selbst ist fantastisch, trotz der hohen Temperaturen ein echter Genuss, hier durchzulaufen. Nach knapp zwei Stunden sind wir dann zurueck am Auto, doch genug haben wir noch nicht. Eine kleine Slideshow zum Hackberry Canyon mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

  

 

  

 

Ebenfalls an dieser Stelle beginnt der Hike zum Yellow Rock. Wir folgen dem Paria River Wash nach Sueden, bis rechts ein kleiner Seitencanyon abzweigt. Eigentlich sollte hier nun ein halbwegs gut zu erkennender und mit Steinmaennchen markierter Trail den Berg hinauf fuehren. Leider ist hier nichts zu finden, selbst aeltere Fussspuren scheinen vom Wind davon geweht worden zu sein.

 

  

 

  

 

Da wir den gelben Berg ja bereits gesehen haben und wir noch einen weiteren Hike geplant haben, wollen wir nicht zu viel Zeit fuer die Suche nach dem Trail verschwenden und machen kurzerhand kehrt. Kurz darauf erreichen wir wieder unser Auto, machen Fahrerwechsel und bis zum naechsten Halt faehrt nun Sylvia die Cottonwood Canyon Road.

 

  

 

  

 

Etwa 25 Meilen noerdlich des Hwy 89 ist der Suedeingang zu den Cottonwood Narrows. Ein kleiner Parkplatz nahe des Zugangs bietet Platz fuer ein paar Fahrzeuge, wir sind aber erst einmal ganz alleine. Da am Nordeingang gar keine Parkplaetze sein sollen und wir sowieso von Sueden kommen, war von vornherein klar, dass wir ab hier loslaufen.

 

  

 

Jetzt um viertel nach zwei Page-Zeit ist die Sonne erbarmungslos. Wir haben die 40°C-Marke laengst wieder ueberschritten, doch die Narrows wollen wir uns nicht entgehen lassen. Gleich zu Beginn muessen wir etwas suchen, bis wir den Weg ueber ein Fels-Hindernis finden, doch dann geht es entspannt durch den schoenen und relativ breiten Canyon.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

An den kurzen schattigen Plaetzen halten wir, um ausreichend zu trinken, dann kaempfen wir uns weiter durch die Hitze. Genau um halb vier erreichen wir den noerdlichen Zugang und sind damit wieder zurueck auf der CCR, genauer gesagt auf dem wohl schoensten Teilabschnitt der Cottonwood Canyon Road.

 

 

 

 

  

 

  

 

Eine kleine Slideshow zu den Cottonwood Narrows mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden! Der Weg zurueck zum Auto direkt auf der Strasse dauert nun nur noch eine halbe Stunde, dann freuen wir uns, dass unser Ford Edge nicht nur eine Klimaautomatik, sondern sogar klimatisierte Sitze hat. Sehr angenehm…

 

  

 

Den naechsten Halt kennen wir bereits, allerdings sind wir da aus einer anderen Richtung gekommen. Etwa eine Meile von der CCR entfernt ist der Grosvenor Arch zu finden, der mit seiner Groesse wirklich extrem beeindruckend ist. Johnny und Karin sind hier noch nicht gewesen, und da dieser kleine Abstecher nicht viel Zeit kostet, fahren wir sehr gerne mit.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Von den Narrows hierher brauchen wir nur gut 20 Minuten, etwa genauso lange halten wir uns hier auf. Dann fahren wir weiter in Richtung Cannonville und haben am Eingang zum Kodachrome Basin State Park endlich wieder Teer unter den Raedern. Eine kleine Slideshow zur Cottonwood Canyon Road mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

 

 

Die Zeit ist nun wie im Flug vergangen und da wir nicht wissen, wie lange die Restaurants in Escalante geoeffnet haben und wir in Tropic im Rustlers bereits zweimal sehr sehr gut gegessen haben, beschliessen wir, die fuenf Meilen Umweg in Kauf zu nehmen und dort zu Abend zu essen. Die Uhren gehen hier sowieso etwas anders – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ab heute haben wir nur mehr acht Stunden Zeitverschiebung, d.h. es ist nun bereits 19.00 Uhr.

 

  

 

  

 

Das Essen ist wieder hervorragend, wir alle sind sehr zufrieden. Johnny und Karin haben hier in Tropic uebrigens schonmal uebernachtet und kannten das Rustlers ebenfalls bereits. Fuer uns alle war das damit so etwas wie nostalgische Notwendigkeit, hier zu stoppen…

 

  

 

  

 

Auf der Weiterfahrt stoppen wir noch kurz am Welcome-Sign, dann geht es direkt weiter nach Escalante. Auf dem dorthin Weg halten wir an einem Aussichtspunkt und sehen dichte Rauchwolken am Himmel, die durch den Sonnenuntergang fuer ein ganz eigenartiges Licht sorgen. Rund um den Bryce Canyon brennt es aktuell ziemlich heftig, davon haben wir gestern schon gehoert.

 

  

 

  

 

Als wir in Escalante um viertel vor neun ankommen, riecht es ueberall leicht nach brennendem Holz. Der Wind steht aktuell wohl so, dass es den Geruch des Waldbrandes direkt hierher transportiert. Der Chef des Circle D Motels, in dem wir Zimmer reserviert haben, wartet bereits sehnsuechtig auf uns. Wir sind die letzten Gaeste fuer heute!

 

USA 2017 Map3StepMapUSA 2017 Map3

 

Unsere beiden Zimmer 10 und 11 liegen direkt nebeneinander und unsere Reservierung vor einem halben Jahr war durchaus von einer gewissen Skepsis begleitet. Als wir dann unsere Zimmer begutachten, loesen sich unsere Sorgen schnell in Rauch auf. Waeren alle No-Name-Motels so, gaebe es vermutlich keine Horror-Filme mehr. Die Zimmer sind zwar schon aelter, aber sehr sehr sauber und gepflegt.
 

  

 

Die groesste Ueberraschung aber ist das WiFi! Wir haben hier Turbo-Internet. Da koennte sich jede andere Motel-Kette wirklich eine Scheibe von abschneiden, denn oft sind die Verbindungen gaehnend langsam.

 

Spaeter sitzen wir frisch geduscht vor unseren Zimmern auf der Veranda und trinken ein eiskaltes Bud bzw. Corona. Wir sind richtig happy, denn schliesslich war es bereits der zweite Anlauf auf die CCR – klasse, dass es dieses Mal geklappt hat.

 

Hotel/Motel:

Circle D Motel Escalante

Fruehstueck:

Nein

free WiFi:

Ja

Bewertung:

gut

 

 

Temperatur

42 °C

Gefahrene km:

192 km

 

 

 

Dienstag, 04.07.2017 (Tag 10) – Adventure day

Um halb acht starten wir heute mit einem schnellen Fruehstueck bei Escalante Outfitters in den Tag. Im Circle D gibt es aktuell kein Fruehstueck, denn dem Besitzer fehlt gerade ein Koch… Hat jemand Interesse?

 

Unsere Bedienung hier im Escalante Outfitters, ein Shop mit angegliedertem Restaurant, ist sehr sehr nett und erzaehlt uns gleich vor dem Fruehstueck, dass die Dirt Road, die wir dann fahren werden, ein fuerchterliches Waschbrett ist und der Hike so gefaehrlich, dass wir sehr gut auf uns aufpassen sollen. Erst letzte Woche ist hier wieder ein Wanderer gestorben – und das passiert regelmaessig.

 

Auch im Visior Center von Escalante warnt man uns vor der Dirt Road, die angeblich richtig schlecht sein soll. Gestern haette jemand bei einem heftigen Schlagloch seine Stossstange verloren. Wir sollen also nicht unbedingt die erlaubten 35 mph fahren. O.K. – wir werden vorsichtig sein.

 

Noch ein kurzer Stopp im Griffin’s Grocery Store, um zwei Packungen Eis fuer die Kuehlbox zu kaufen, dann geht es los. Feuerwerkskoerper sehen wir uebrigens hier in der ganzen Gegend nirgendwo - obwohl heute Independence Day ist. Aufgrund der Hitzewelle und der damit verbundenen erhoehten Brandgefahr ist das Anzuenden und Abfeuern von Feuerwerk in diesem Jahr strengstens verboten.

 

  

 

Noch gut fuenf Meilen Teerstrasse liegen nun vor uns, dann zweigt rechts die gut ausgeschilderte Hole in the Rock Road ab. Ganze 26 Meilen muessen wir hier entlang, um unser heutiges Ziel zu erreichen.

 

Zunaechst fahren wir noch langsam und sehr vorsichtig, je laenger wir aber unterwegs sind, desto schneller trauen wir uns, die beiden SUV’s ueber die Dirt Road zu steuern. Wobei Dirt Road nur teilweise richtig ist. Der Untergrund wechselt permanent von Schotter zu Sand, Erde oder blankem Stein. Auf halber Strecke entdecken wir das riesige Schlagloch, das fuer die heruntergefallene Stossstange verantwortlich gewesen sein muss und fahren langsam aussen herum.

 

  

 

Kurz vor halb elf Uhr haben wir es nach knapp 90 Minuten Fahrzeit endlich geschafft! Wir erreichen den oberen Parkplatz am Dry Fork Trailhead. Bis zum unteren Parkplatz kann man theoretisch sogar mit einem normalen PKW fahren, der obere ist nur fuer Fahrzeuge mit erhoehter Bodenfreiheit geeignet. Zwei, drei Stellen sind da wirklich ganz schoen verzwickt gewesen. Allrad braucht man aber nicht.

 

  

 

  

 

Es ist bereits jetzt extrem heiss und wir stehen hier am oberen Rand eines Canyon, der fast wie ein Teller geformt ist. Unten ist es deswegen noch eine ganze Ecke heisser, auf jeden Fall mehr als 40°C. Wir packen unsere Rucksaecke voll Eis, Coke und Wasser, dann wollen wir uns an den Abstieg wagen.

 

  

 

  

 

Ein junges Paerchen aus Deutschland schliesst sich uns zunaechst an, zu sechst erscheint uns der Abstieg erstmal etwas sicherer. Gerade ist ein einzelner amerikanischer Hiker schweissueberstroemt wieder zurueck zum Parkplatz gekommen und hat seine Suche nach dem richtigen Weg abgebrochen. Es ist ihm jetzt schon zu heiss und er hatte zu wenig Wasser dabei. Dann gibt er uns Tipps, in welche Richtung wir uns orientieren sollen. Links halten, immer auf die rote Felswand zu. Alles klar, machen wir!

 

  

 

  

 

  

 

Um kurz vor elf kommen wir unten an und sehen links sofort den Eingang in einen Canyon. Ohne gross nachzudenken, steuern wir alle sechs darauf zu und laufen hinein. Nach einigen Metern wird uns jedoch schnell klar, dass dieser Canyon nicht der von uns Gesuchte sein kann! Denn die Beschreibungen im Internet und die Fotos, die wir gesehen haben, sehen ganz anders aus. Schon der Eingang stimmt nicht!

 

  

 

  

 

  

 

Dieser Canyon heisst Dry Fork Slot Canyon und ist nach Aussage einiger Einheimischer eigentlich gar kein richtiger Slot. In Google Maps und vielen Eintraegen im Web ist er jedoch als Slot gefuehrt, wir wuerden sogar behaupten, es ist ein Slot Canyon wie aus dem Bilderbuch. Dann gehen wir diesen eben zuerst - macht ja auch nichts, denn auf unserer Liste war er sowieso.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

Am Ende angekommen trennen wir uns von den anderen vieren. Johnny, Karin und das junge Paar aus Deutschland laufen durch den Canyon zurueck, waehrend wir am oberen Rand entlang wieder Richtung Eingang laufen. Dabei koennen wir einige Male prima von oben in den Slot Canyon einsehen. Eine kleine Slideshow zum Dry Fork Slot Canyon mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

  

 

  

 

Kaum wieder unten angekommen sehen wir das junge Paar aus Deutschland bei einer Unterhaltung mit einem weiteren, etwas aelteren Ehepaar – ebenfalls aus Deutschland.

 

Diese beiden haben gerade den Canyon hinter sich gebracht, wegen dem wir hauptsaechlich gekommen sind: den Peek a boo Canyon. Nur wenige hundert Meter hinter uns sind wir direkt am Einstieg vorbei gelaufen, ohne es bemerkt zu haben. Die beiden haben dem jungen Paerchen bereits gezeigt, wo der Eingang zum Canyon zu finden ist! Kurz darauf stehen wir alle vier davor. Wer also den Abstieg vom oberen Parkplatz wagt und in den Peek a boo Canyon moechte, muss sich nicht links orientieren, sondern wenn er im Wash angekommen ist rechts!

 

  

 

Mittlerweile sind auch Johnny und Karin wieder zu uns gestossen und gemeinsam steigen wir nun in den Slot Canyon ein. Oder besser gesagt – wir klettern hinauf. Denn der Eingang ist alles andere als einfach – man muss eine mehrere Meter hohe Felsstufe ueberwinden. Nicht ganz leicht, aber man findet gut Halt und kommt so mit Unterstuetzung relativ schnell zum Eingang.

 

  

 

Der Peek a boo ist einfach nur der Hammer. Es gibt kleinere Kletterpassagen, Engstellen, Arches und Felsformationen wie im beruehmten Antelope Canyon bei Page. Der Peek a boo ist zwar kuerzer, aber durch die Enge und die Windungen fast noch beeindruckender als der Antelope.

 

  

 

  

 

  

 

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Es ist bereits nach ein Uhr am Mittag, als wir das Ende des Slots erreichen. Eine kleine Slideshow zum Peek a boo Slot Canyon mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

Die Hitze macht uns mittlerweile zu schaffen, doch noch haben wir genug Getraenke dabei und nach kurzen Pausen im Schatten geht es weiter zum dritten Slot Canyon hier am Dry Fork Trailhead.

 

  

 

  

 

Der Weg dorthin, oben auf dem Berg, ist mit Steinmaennchen, sogenannten "Cairns", gekennzeichnet und nicht ganz leicht zu finden. Das junge Paar aus Deutschland ging bereits seit einiger Zeit voraus und waehrend wir eine Pause eingelegt haben, kamen sie nach 20 Minuten Suche erschoepft wieder zum Peek a boo zurueck, ohne den Einstieg in den dritten Slot Canyon gefunden zu haben.

 

  

 

  

 

Waehrend sich die beiden durch den Peek a boo auf den Rueckweg zum Parkplatz machen, laufen wir durch die Hitze los und suchen den oberen Zugang zum Spooky Gulch Slot Canyon. Vom Parkplatz aus gesehen ist das der ganz rechte Canyon, am einfachsten ueber den Wash erreichbar. Allerdings ist das natuerlich ein Umweg, wenn man am Ende des Peek a boo angekommen ist. Man muesste wieder zurueck durch den Peek a boo, den Wash entlang und zum unteren Eingang des Spooky. Dann den Slot hinauf und schliesslich wieder zurueck.

 

  

 

Da wir sowieso schon viel gelaufen und sicher sind, auch den oberen Zugang zu finden, sparen wir uns den Rueckweg und folgen den Steinmaennchen zum Spooky Gulch. Kurz dachten wir schon, umdrehen zu muessen, denn der Weg erschien uns in der Hitze endlos lange. Die letzten Minuten habe ich mich dann alleine auf die Suche nach dem Zugang gemacht, waehrend die anderen auf mein Zeichen warteten. Von oben kann ich kurz darauf den Zugang entdecken und winke die anderen zu mir. Nach einer knappen halben Stunde haben wir es geschafft und steigen hinein.

 

  

 

  

 

Jeder Slot Canyon, den wir bisher gesehen haben, ist Kinderkram im Vergleich mit dem Spooky Gulch. Mehr als die Haelfte des Weges muessen wir unsere Rucksaecke abnehmen und uns seitwaerts durch den Slot schieben – immer den Bauch eingezogen. Maenner, mit Bierbauch braucht ihr hier nicht ankommen, da gibt es kein Durchkommen. Und die Dame mit Silikonunterstuetzung an gewissen Stellen wird hier ebenfalls zwangslaeufig stecken bleiben. Sollte jemand Platzangst haben, bitte keinesfalls durch diesen Slot gehen, denn es ist fuer Menschen ohne Platzangst schon eine kleine Mutprobe.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Besonders eine Stelle hat uns viel abverlangt. Hier sind mehrere tonnenschwere Felsbloecke herabgefallen und versperren den Weg. Ich klettere hinauf – was noch relativ leicht geht – und bin dann erst einmal schockiert. Vor mir geht es acht, neun Meter abwaerts. Das Seil, das wir zur Sicherheit mitgenommen haben, ist fuer diesen Drop zu kurz.

 

Ich drehe mich um, um Sylvia, Karin und Johnny die schlechte Nachricht zu erzaehlen, da sehe ich zwischen den grossen Felsbloecken einige Luecken, durch die man hindurchkriechen kann und die nach unten fuehren. Sylvia macht den Anfang, Karin folgt ihr. Johnny moechte lieber einen etwas anderen Weg nehmen, denn das Loch zwischen den Felsen, durch das man sich ganz unten schliesslich hindurchzwaengen muss, ist so eng, dass man ausatmen muss, um durchzupassen.

 

Jetzt kommt doch noch mein Seil zum Einsatz, denn selbst von dieser Stufe hier sind es immer noch etwa vier Meter zu klettern. Halt findet man kaum, so ist es sicherer, angeseilt abzusteigen. Johnny meistert diese Huerde mit Bravur, als letztes zwaenge ich mich durch das Loch im Boden und erreiche den sandigen Weg unterhalb dieses Hindernisses. Doch der Wahnsinn geht noch weiter, der Slot wird und wird einfach nicht breiter - im Gegenteil. Und waehrend der Weg immer schmaler wird, werden die Waende immer hoeher, sodass man nicht einmal mehr den Himmel sehen kann. Hammer...

 

Allerdings haben wir in der Enge dieses Canyons kaum mehr Fotos gemacht. Wir waren einfach zu sehr mit dem Canyon beschaeftigt und damit, unsere Rucksaecke zu tragen und die Kameras halbwegs unbeschaedigt wieder aus dem Slot Canyon herauszubringen.

Von den allerengsten Passagen gibt es nun also leider ueberhaupt keine Bilder oder Videos... das bedeutet, dass wir unbedingt nochmal hierher kommen muessen. So ein Pech aber auch...

  

 

  

 

  

 

  

 

Eine kleine Slideshow zum Spooky Gulch Slot Canyon mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

Erst um halb drei Uhr erreichen wir erschoepft, aber gluecklich den Ausgang. Im Schatten einer Felswand machen wir eine kurze Rast, trinken viel und versuchen, uns fuer den Aufstieg zu den Autos etwas zu erholen. Die Hitze ist wirklich moerderisch.

 

  

 

Der amerikanische Hiker, der uns heute Morgen die Tipps gegeben hat, hatte uebrigens viel Vernunft bewiesen. Er hatte zu wenig Fluessigkeit dabei und deswegen die Suche nach dem Spooky Gulch abgebrochen. Er meinte nur, dafuer zu sterben ist es nicht wert. Jetzt wissen wir auch, warum er den Spooky nicht gefunden hat: nach seiner Beschreibung hat er wohl den Dry Fork Canyon mit dem Peek a boo verwechselt. Vom Ende des Dry Fork kommt man natuerlich auch nicht zum Spooky Gulch.

 

Vom Ausgang des Spooky Gulch Slot Canyons gehen wir durch den Wash des Dry Fork und erreichen schliesslich wieder den Einstieg des Peek a boo. Im Schatten wartet eine Amerikanerin mit Hund auf ihren Mann und ihren Sohn, waehrend ein weiteres junges deutsches Paerchen gerade aus dem Canyon herausklettert. Wahnsinn – damit waren mit uns vieren insgesamt zehn Deutsche hier unterwegs und damit fast die Haelfte aller Hiker, die wir heute gesehen haben.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Das bestaetigt im Uebrigen, was der Besitzer unseres Motels bei jeder Begegnung immer wieder erzaehlt: die meisten Gaeste in ganz Escalante kommen aus Deutschland! Der Mann ist Statistik-Fan und rattert die ersten zehn Plaetze seiner Besucher herunter wie das Einmaleins: 18 Prozent seiner Gaeste kommen aus Utah, 17 Prozent aus Deutschland usw. usw. Und die Gaeste aus Zimmer eins kommen aus Holland und sind jetzt das 26. Jahr in Folge hier… Ich verwerfe den Gedanken an den Motelbesitzer, denn wir sind nun wieder am Eingang zum Dry Fork Canyon angekommen.

 

  

 

Der Aufstieg zu den Autos ist nochmal ein echter Kraftakt. Doch mit unseren letzten Flaschen Wasser erreichen wir gegen halb vier alle wieder wohlbehalten den Rand des Canyons. Gut fuenf Stunden waren wir unterwegs – nun sind wir zwar etwas erschoepft, aber gluecklich, dieses Abenteuer gemeistert zu haben. Es war wohl einer der verruecktesten, irrsten, spannendsten, beeindruckendsten Tage unserer bisherigen Reisen.

 

Wenigstens werden ueberall in Escalante die Wanderer beschworen, mindestens eine Gallone Wasser mitzunehmen und moeglichst nicht alleine zu hiken. „Stay safe and hydrated“ ist hier als Abschiedsfloskel immer wieder zu hoeren – irgendwie wie bei Mr. Spock in Star Trek.

 

Wir koennen das nur bestaetigen und jeden, der diese Slot Canyons besuchen will, eindringlich darauf hinweisen, wie anstrengend dieser Hike in der Hitze ist. Man sollte wirklich fit sein, viel Fluessigkeit (Minimum drei Liter pro Person) und durchaus auch etwas zum Essen dabei haben. Sicherer ist es, in der Gruppe zu wandern, keinesfalls alleine. Wer mit Wanderungen keine Erfahrungen hat, sollte diesen Hike sowieso nicht machen, denn man kann sich sehr schnell verlaufen.

 

Wie schon erwaehnt - und auch in Escalante wurde das mehrfach betont - hier draussen sterben immer wieder Wanderer, weil sie unvorbereitet sind und die Sicherheitshinweise nicht ernst nehmen. Und das geht verdammt schnell.

 

Eine Karte, wie man zu diesen drei Slot Canyons kommt, ist in unserem Slot Canyon Special zu finden.

 

 

Unsere SUV’s stehen in der prallen Sonne – Schatten gibt es hier oben keinen. Es dauert ein wenig, bis die Klimaanlagen den Innenraum auf ertraegliche Temperaturen gekuehlt haben. Wir kaempfen uns vom oberen Parkplatz wieder hinunter zur Hole in the Rock Road, dann duesen wir mit einer riesigen Staubwolke im Nacken in Richtung Escalante. Eine kleine Slideshow zur Hole in the rock road ist hier zu finden!

 

  

 

Der Besuch hier am Dry Fork Trailhead hat deutlich laenger gedauert als geplant. Zum einen war der Dry Fork Slot Canyon laenger als erwartet, zum anderen waren wir in der Hitze aufgrund der notwendigen Pausen einfach auch deutlich langsamer, als kalkuliert. Gut, dass wir den Dry Fork zuerst gemacht haben, denn sonst haetten wir ihn am Ende vielleicht weggelassen.

 

Jetzt ist allerdings unser Zeitplan gehoerig durcheinander gekommen. Auf dem Rueckweg war eigentlich ein Stopp am Devils Garden geplant. Doch wir alle sind zu erschoepft und zu hungrig fuer einen weiteren Hike, selbst wenn er nur eine halbe Stunde dauert. So aendern wir kurzerhand unsere Plaene fuer morgen und fahren nun auf direktem Weg zurueck nach Escalante.

 

USA 2017 Map4StepMapUSA 2017 Map4

 

Nach eineinhalb Stunden sind wir zurueck in unserem Motel, duschen schnell und gehen dann bei Escalante Outfitters zum Essen. Unsere Pizza Calzone ist der Hammer – extrem gut gefuellt und geschmacklich hervorragend! Auch die Pizza von Johnny und Karin ist richtig richtig gut. Escalante – gefaellt uns. Da werden wir sicher bald mal wieder herkommen.

 

  

 

  

 

  

 

Nach einem letzten Fotostop am Welcome-Sign von Escalante geht es zurueck zu unserem Motel. Wir sitzen ein letztes Mal zusammen auf unserer Veranda, bevor sich Morgen unsere Wege trennen werden. Johnny und Karin fahren weiter nach Moab, wir beide nur bis Torrey.

 

  

 

  

 

Kurzerhand haben wir den Burr Trail, der eigentlich morgen geplant war, aus dem Programm gestrichen, denn nach heute mehr als 50 Meilen Dirt Road und morgen dann nochmals etwa 25 Meilen bis zum Devils Garden haben wir erst einmal genug Staub geschluckt. Weitere Dirt Roads werden auf dieser Reise sowieso noch folgen, deswegen muss der Burr Trail mit seinen beruehmten Switchbacks und dem einen oder anderen Hike auf einen spaeteren Besuch von uns warten. Sowohl der Burr Trail als auch wir beide werden es verkraften...

Und viele liebe Gruesse an die vielen Deutschen, die wir heute getroffen haben.

 

Solltet ihr lieber mit euren Vornamen im Reisebericht erwaehnt werden an Stelle von "aelterem, juengerem oder weiterem deutschen Paerchen", schickt uns einfach kurz eine E-Mail, dann aendern wir das natuerlich sofort!

 

Hotel/Motel:

Circle D Motel Escalante

Fruehstueck:

Nein

free WiFi:

Ja

Bewertung:

gut

 

 

Temperatur

42 °C

Gefahrene km:

111 km

 

 

Mittwoch, 05.07.2017 (Tag 11) – Devil & paradise

Um sieben Uhr stehen wir auf und sind erstaunlich fit. Prima, dann kanns ja wieder mit Vollgas losgehen. Johnny und Karin wollten heute ausschlafen, also haben wir uns gestern bereits verabschiedet.

 

Fruehstueck gibt es heute nochmals bei Escalante Outfitters, allerdings ist die nette Bedienung von gestern frueh nicht da. Schade. Nach dem Essen fahren wir ins Motel, packen unsere Koffer und sehen den Chef des Hauses gerade Zettel an den Tueren der Zimmer anbringen, auf denen steht, dass ab heute wieder Fruehstueck angeboten wird. Freudestrahlend erzaehlt er uns, dass er endlich einen Koch gefunden hat. Umso enttaeuschter ist er, als er hoert, dass wir schon gefruehstueckt haben.

 

Wir druecken ihm unseren Zimmerschluessel in die Hand, verabschieden uns und fahren zum Visitor Center. Schnell noch einmal ein paar kurze Infos eingeholt, ein paar letzte Fotos von Escalante gemacht, dann weiter zum Tanken und Eis holen.

 

  

 

  

 

  

 

Um kurz nach halb neun verlassen wir Escalante in dem sicheren Gefuehl, dass wir hier nicht zum letzten Mal gewesen sind. Die 12 Meilen Hole in the Rock Road bis zum Devils Garden fahren wir heute in Rekordzeit, bereits kurz nach neun Uhr sind wir am Parkplatz angekommen.

 

  

 

  

 

  

 

Zwei Arches sind hier zu finden, allerdings sind auch die Hoodoos absolute Klasse. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit, laufen zwischen den Steinsaeulen umher und bewundern den tollen Metate Arch. Da die Felsen am hinteren Ende flach zulaufen, kann man sogar ohne weiteres und ohne zu klettern auf die Felsen oberhalb des Arch spazieren. Schade eigentlich, wo wir doch so gerne rumkraxeln... Aber natuerlich machen wir trotzdem einige Fotos von oben, ohne dem Metate Arch zu nahe zu kommen.

 

  

 

 

  

 

  

 

Sylvia fand den Metate Arch uebrigens richtig toll, verliebt aber hat sie sich in den "Schneemann". Zumindest haben wir ihn so getauft. Sollte er einen offiziellen Namen haben - zu spaet. Fuer uns wird er immer der Schneemann bleiben.

 

  

 

Der zweite Arch, dessen Namen wir nicht kennen, ist wesentlich massiver als der doch eher fragil wirkende Metate Arch. Trotzdem bleiben wir unten, wenngleich wir uns die eine oder andere kleinere Kletterpartie hier im Devils Garden nicht verkneifen koennen. Die massiven Felsen verkraften unser Gewicht aber problemlos, sodass wir uns schliesslich ohne schlechtes Gewissen auf den Rueckweg zum Auto machen.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Eine kleine Slideshow zum Devils Garden mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

Nun folgen eine ganze Reihe unglaublicher Zufaelle. Als wir die Hole in the Rock Road verlassen, treffen wir Johnny und Karin wieder. Sie sind mittlerweile auch unterwegs in die gleiche Richtung wie wir, nur muessen sie deutlich weiter fahren. Wir verabschieden uns nochmal, dann fahren wir endgueltig getrennt weiter.

 

Der Scenic Byway 12 hat auf ein sehr grosses Stueck eine neue Teerdecke erhalten und es faehrt sich wirklich prima. Wir halten an verschiedenen Punkten fuer unsere Fotos und bewundern die Landschaft. Einfach klasse hier, eigentlich noch schoener, als wir es in Erinnerung haben.

 

 

  

 

  

 

  

 

Um viertel vor elf entdecken wir das Kiva Koffeehouse, von dem wir schon gehoert hatten. Die Lage ist toll und so beschliessen wir, kurz auf einen Cappu zu stoppen. An der Kasse steht eine junge Dame, die wir schon recht gut kennen: es ist die Bedienung, die uns gestern unser Fruehstueck in Escalante serviert und uns so nett beraten hat. Echt witzig…

 

  

 

  

 

  

 

Nach diesem kurzen Stopp geht’s ohne groessere Pausen weiter bis zum Lower Calf Creek Falls Trailhead. Um viertel nach elf parken wir, zahlen die fuenf Dollar Gebuehr, packen unsere Kuehlrucksaecke und laufen kurz vor halb zwoelf los. Der gesamte Weg ist sehr sandig, das Laufen strengt richtig an und die Mittagshitze ist stellenweise richtig heftig.

 

  

 

  

 

  

 

Die Hoffnung, den Trail schneller zu schaffen als andere, zerschlaegt sich relativ schnell. Immer wieder muessen wir Trinkpausen im Schatten einlegen und auch das Fotografieren kostet Zeit. So brauchen wir genau 90 Minuten bis zum Wasserfall. Exakt um 1 Uhr Mittag sind wir da – und im Paradies angekommen.

 

  

 

  

 

 

  

 

  

 

Wir kannten schon das ein oder andere Foto dieses Wasserfalls, aber keines der Bilder wird diesem Fleckchen auch nur annaehernd gerecht. Das liegt sicher nicht nur am 38 Meter hohen Wasserfall selbst, sondern auch an dem Traumstrand und dem huefttiefen, glasklaren Wasser. Der feine Sand reicht bis an den Wasserfall heran, es sind so gut wie keine Steine zu finden, auf die man treten koennte. Auch die Farben der Felsen unterhalb des Wasserfalls sind einfach klasse.

 

 

  

 

Das Wasser ist zwar eiskalt, aber nach der Wanderung durch die Hitze die beste Erfrischung, die man sich vorstellen kann. Wir gehen zwar nicht ganz hinein, erfrischen uns aber immer wieder und koennen uns kaum losreissen von dieser Schoenheit.

 

  

 

  

 

Wir hatten wirklich richtig Glueck, denn der Berg wirft seinen Schatten relativ schnell auf den Wasserfall, nicht lange nach unserer Ankunft aendert sich das Licht ganz enorm. Wenigstens einige Bilder konnten wir noch in der Sonne machen.

 

  

 

Waehrend wir noch begeistert dem Wasserfall zusehen, entdecken wir zuerst das junge deutsche Paerchen, das gerade aus dem Peek a boo kletterte, als wir auf dem Rueckweg zum Parkplatz waren, dann das aeltere Ehepaar, das uns den Einstieg zum Peek a boo zuvor gezeigt hat. Mit ihnen unterhalten wir uns lange, bevor sie sich auf den Rueckweg machen.

 

 

Nach einer Stunde laufen auch wir wieder los, auch fuer den Rueckweg brauchen wir wieder fast exakt 90 Minuten. Die Pfosten mit den Zahlen von 1 bis 13 sind ein guter Anhaltspunkt, wie weit man schon gekommen ist. Nr. 7 ist zeitlich gesehen ziemlich genau der Mittelpunkt.

 

 

 

  

 

  

 

Eine kleine Slideshow zu den Lower Calf Creek Falls mit diesen und weiteren Bildern ist hier zu finden!

 

Um halb vier – also 3.30 Uhr sind wir zurueck am Parkplatz und machen uns wieder auf den Weg. Die Upper Calf Creek Falls sind weniger spektakulaer, deswegen lassen wir diese aus bzw. heben sie uns fuer einen spaeteren Besuch auf. Man braucht ja schliesslich immer einen Grund, um wieder hierher zu kommen. Den haben wir sowieso, denn auch den Burr Trail, dessen Abzweigung wir in Boulder bald darauf passieren, muessen wir weglassen.

 

  

 

  

 

Von Boulder aus geht es nun steil den Berg hinauf bis auf mehr als 2.900 Meter. An diesen Hoehenzug koennen wir uns schon gar nicht mehr erinnern. Der Ausblick von oben auf den Capitol Reef National Park ist wirklich toll, der Kontrast zu dem vielen Gruen und den Baeumen hier oben wirklich irre.

 

  

 

  

 

Dann geht es den Berg wieder hinunter und um viertel nach fuenf erreichen wir unser heutiges Ziel: das Capitol Reef Resort – ehemals Best Western. Wir checken ein und sind mit dem Zimmer sehr zufrieden.

 

  

 

  

 

USA 2017 Map5StepMapUSA 2017 Map5

 

Kurz darauf laufen wir ueber die Strasse zum Rim Rock Restaurant, einem mexikanisch angehauchten Steakhouse mit gesalzenen Preisen. Das Essen ist zwar teuer, aber auch sehr sehr gut. Von unserem Platz aus sehen wir einigen Hummingbirds – also Kolibris – beim Trinken zu.

 

  

 

  

 

  

 

 

 
Den weiteren Abend verbringen wir am Pool, erholen uns ein wenig von den Strapazen der letzten Tage und tippen unseren kleinen Reisebericht. Erst um halb zwoelf geht es heute ins Bett.
 

  

 

Hotel/Motel:

Capitol Reef Resort Torrey

Fruehstueck:

Nein

free WiFi:

Ja

Bewertung:

TOP

 

 

Temperatur

40 °C

Gefahrene km:

150 km

 

 

Hier geht's weiter

Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5Teil 6

USA-EckeFoto-SectionReiseberichteUSA-NewsMapsStatistikLinks und BannerInfo