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  Back on tour 2022 - Teil 1

(Vorwort)   (Tag 1)   (Tag 2)   (Tag 3)

 

 

Autoren: Sylvia & Michael

Erzaehler: Sylvia

 

Vorwort:

 

Pandemie – das boese Wort 2020/2021 fuer alle Reisenden. Unser Urlaub ist deswegen in beiden Jahren komplett ins Wasser gefallen. Fuer das Jahr 2021 hatten wir eigentlich gehofft, die ausgefallene Reise 2020 irgendwie nachholen zu koennen. Wenigstens teilweise... es wurde aber schnell klar, dass daraus nichts werden kann. Zu langsam ging der Kampf gegen die Pandemie voran, als dass man im Sommer mit einem Urlaub in gewohnter Form haette planen koennen.

 

 

 

 

Zur Sicherheit hatten wir unseren Urlaub etwas aufgeteilt, sodass wir im Sommer 2021 eine leicht verkuerzte Reise haetten machen koennen – oder, wenn daraus nichts werden sollte, wenigstens im Oktober 2021 noch zwei Wochen fuer einen Flug zur Verfuegung stehen wuerden.

 

Aber der Travel Ban wurde erst ab Anfang November aufgehoben, fuer uns leider ein paar Tage zu spaet. Unsere Frustration war natuerlich erstmal gross, aber schon fast aus Trotz hab ich dann noch am Abend der Ankuendigung gleich mal nach Fluegen fuer 2022 gesucht.

 

 

 

 

 

Nachdem ich von meiner Chefin vorab die Zusage bekommen habe, im gewuenschten Zeitraum Urlaub nehmen zu duerfen, stand einer schnellen Buchung noch im September eigentlich nichts im Wege. Auch Michael hatte in der Arbeit den Zeitraum bereits abgestimmt, und da wir befuerchteten, dass die Preise mit Aufhebung des Travel Ban kontinuierlich steigen koennten, haben wir bald zugeschlagen.

 

Lufthansa hat seit kurzem eine neue Direktverbindung zwischen Muenchen und Las Vegas, fuer uns ist das die ideale Flugverbindung. Und ueberraschenderweise haben wir einen relativ guten Preis ergattert.

 

Nachdem wir den Bleistift gespitzt und mal nachgerechnet hatten, was uns das Zusatzgepaeck auf dem Rueckflug und die Sitzplatzreservierungen kosten wuerden, haben wir festgestellt, dass der Unterschied zwischen Basic Economy und Premium Economy relativ gering ist. Und da wir jetzt fast drei Jahre pausieren mussten, haben wir beschlossen, uns dieses kleine Upgrade fuer den Rueckflug zu goennen.

 

Wir haben nahezu fertig geplante Reisen fuer die naechsten Jahre in der Schublade, vieles davon laesst sich dabei auch gut kombinieren und verschieben. Fuer das Jahr 2020 war eine Route geplant, die uns ueberwiegend zu ganz neuen Zielen gebracht haette. Theoretisch wuerde sich das nun relativ einfach nachholen lassen.

 

Aber… nach drei Jahren USA-Abstinenz ist die Sehnsucht nach Orten, die wir besonders vermisst haben, leider auch sehr gross geworden. So haben wir dann beschlossen, doch lieber eine Route zu waehlen, die uns ueberwiegend zu bekannten Zielen bringen wird, quasi eine Nostalgie-Tour.

 

Naja – so ganz stimmt das nicht, denn wenngleich uns auch die Ziele bekannt sind, werden wir dort natuerlich auch Dinge unternehmen, die wir so bisher vielleicht auch noch nicht gemacht haben. Und zwischendrin gibt es dann trotzdem auch noch einiges an voellig Neuem auf dieser Runde.

 

Passend zur Nostalgie-Tour haengen wir einen Monat vor Abflug natuerlich wie bei all unseren Reisen auch wieder unseren Countdown auf...

 

Einige Wochen vor unserem Flugtermin hat es dann auch uns erwischt. Trotz doppelter Impfung und Booster haben wir uns Corona eingefangen. Gluecklicherweise hatten wir einen ausgesprochen milden Verlauf und schon nach einer Woche bzw. bei Michael etwas mehr waren wir wieder fit.

 

Der grosse Vorteil dieser Erkrankung waere nun eigentlich, dass wir auf einen Test vor Abflug verzichten koennen. Es reicht ein aerztliches Attest oder ein Schreiben einer Gesundheitsbehoerde, mit dem wir die Genesung nachweisen koennen. Sicherheitshalber haben wir beides besorgt – einen "Fit to Fly" Nachweis unseres Hausarztes und ein Genesenenzertifikat. Nur brauchen wir das alles ganz ploetzlich nicht mehr…

 

Genau zwei Wochen vor Abflug verkuendet ein Sprecher des Weissen Hauses auf Twitter, dass die Testpflicht ab Sonntag den 12.06.2022 entfaellt. Prima, ist uns natuerlich auch Recht! So koennen wir uns nun ganz entspannt noch zwei Wochen auf die lang ersehnte Reise freuen.

 

Am 13. Juni 2022 gab es dann aber schlechte Nachrichten. Der Yellowstone National Park wird aufgrund von massiven Unwetterschaeden bis auf weiteres geschlossen. Besonders der Nordteil des Parks ist betroffen, hier sind ganze Strassenzuege verschwunden.

 

Ab 22.06. ist zwar die Suedschleife wieder fuer Besucher geoeffnet, der Rest des Parks wird jedoch fuer einen betraechtlichen Zeitraum geschlossen bleiben. Wir wollten am 05. Juli nach West Yellowstone fahren und die naechsten Tage den Yellowstone National Park und im Anschluss den Grand Teton National Park besuchen…

 

Eine Woche vor Abflug mussten wir dann leider die Reissleine ziehen und die fuer diesen Besuch gebuchten Uebernachtungen stornieren - unser zweiter Yellowstone-Besuch faellt damit buchstaeblich ins Wasser.

 

Jetzt galt es, ganz schnell eine neue Route zusammenzubasteln und fuer fast den halben Urlaub neue Motels zu buchen. Das hat dann doch einiges an Arbeit bedeutet, doch fuer die Kuerze der Zeit haben wir eine vermutlich ganz vernuenftige Alternative zusammengestellt. Die Nostalgie-Tour wird dadurch gleich nochmal viel nostalgischer…

 

 

In welchem Bereich wir uns in diesem Jahr rumtreiben werden, kann man hier bereits schon ganz gut sehen:

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Die letzten Tage vergehen wie im Flug und dann endlich ist es soweit. Und nun viel Spass beim Lesen unseres Reiseberichts

 

 

 

 

Sonntag, 26.06.2022 (Tag 1) - 960 (!!!)

 

Es geht wieder los – nach fast drei Jahren Pause fliegen wir endlich wieder rueber. Der Wecker klingelt heute… nicht. Wir koennen ausschlafen. Die Lufthansa hat uns knapp acht Wochen vor Abflug einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Unser Lufthansa-Flug LH532 um 12.15 Uhr von Muenchen nach Las Vegas wurde komplett ueber Bord geschmissen. Der neue Flug wird nun durchgefuehrt von Eurowings Discover mit der Flugnummer LH4388 und startet erst am Abend um 18.25 Uhr. Auch der Rueckflug wurde weit nach hinten verschoben – wobei uns das nun weniger stoert.

 

Diese Flugverschiebung hat uns bereits vor einigen Wochen gezwungen, die fertige Reise wieder zu ueberarbeiten. Denn bei der extrem spaeten Landung laesst sich der geplante Trip am naechsten Morgen nicht mehr machen. Ohne unseren ueblichen Einkaeufe am Ankunftstag geht das nicht so ohne weiteres.

 

Wir haben also jede Menge Zeit. Unsere Katze Flo ist kurz vor Weihnachten ploetzlich verstorben, was uns fuerchterlich getroffen hat. RIP kleine Flo – wir vermissen dich jeden Tag – auch jetzt noch. Du musstest wirklich viel zu frueh von uns gehen.

 

Lange haben wir es aber nicht ausgehalten ohne einen vierbeinigen Mitbewohner. Mitte Januar konnten wir ein Geschwisterpaerchen aus dem Tierheim retten, ca. zwoelf Wochen alt und total verspielt. Leo und Mia haben uns wirklich gutgetan und bereichern unseren Alltag jeden Tag.

 

 

Doch auch diese beiden wollen wir nicht so lange alleine lassen, deswegen mussten sie gestern ebenfalls in Urlaub fahren. Die Tierpension kennen wir ja schon sehr gut und wir wissen, dass die beiden dort bestens versorgt sind. Trotzdem faellt es uns immer extrem schwer, unsere Fellnasen dort abzugeben.

 

Da der Flug nach Las Vegas nun so extrem spaet startet, wollen wir versuchen, das Jetlag bereits einen Tag vorher etwas abzumildern. Der Plan: wenn wir so viereinhalb Stunden laenger schlafen als normalerweise, haben wir Haelfte der Zeitverschiebung schon aufgefangen und wir sollten den heutigen doch sehr langen Tag etwas besser wegstecken.

 

Gegen halb zehn werden wir wach, noch bevor unser Sicherheitswecker losbruellt. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck und noch ein wenig aufraeumen packen wir unser Gepaeck zu Ende und starten bereits um 12.15 Uhr in Richtung Muenchen – knapp eine Stunde frueher als geplant.

 

Wir fahren ganz gemuetlich und erreichen zwei Stunden spaeter den gebuchten Park and Fly Parkplatz, wo bereits das Shuttle zum Airport auf uns wartet. Keine Wartezeiten – cool. Fuer den Flughafen erwarten wir schlimmeres, denn in ganz Deutschland geht es ja derzeit drunter und drueber. Und der G7-Gipfel koennte sich durchaus auch auswirken.

 

 

Abgesetzt werden wir im Zentralbereich des Airport Muenchen und stehen sogleich vor den Schaltern von Eurowings Discover. Vor uns steht… kein Mensch. Da wir bereits gestern eingecheckt hatten, leider aber keine Bordkarten bekommen haben, muessen wir noch an diesen Schalter. Aber da keiner vor uns ist, geht das ganze innerhalb von Minuten und wir haben alles erledigt.

 

Bei den Sicherheitskontrollen das gleiche Bild. Unglaublich – vor uns sind gerade einmal eine Hand voll Leute, bereits nach wenigen Minuten sind wir im Abflugbereich. Wir sehen auf die Uhr – bis zum Boarding sind es noch ganze drei Stunden.

 

Was tun? Da faellt mir ein, dass ich irgendwas von einer World Lounge gelesen habe, die hier in Terminal 1 zu finden ist. Der Zutritt kostet natuerlich etwas, aber zum einen waren wir ja jetzt fast drei Jahre nicht mehr unterwegs, zum anderen brauchen wir dann im Airport sonst nichts mehr zu essen und trinken kaufen – in der Lounge ist das alles inklusive.

 

Kurz nachgerechnet – OK, das ist mir der kleine Aufpreis wert. Kurzentschlossen verbringen wir also die naechsten knapp drei Stunden in der Lounge und futtern uns einmal quer durch die Snacks bzw. das kleine Buffet. Und es ist ausgesprochen lecker muss ich sagen.

 

 

 
   
   
   

 

Um kurz vor halb sechs erreichen wir die Gates C20 bis C30, die speziell fuer USA und Kanada Fluege benutzt werden. Hier ist eine weitere Kontrolle der Paesse und per Zufallsprinzip werden einige Passagiere auch nochmal einer genaueren Sicherheitsueberpruefung unterzogen. Und dieses Mal erwischt es mich…

 

Der Check dauert nicht allzu lange und kurz darauf werden wir auch schon per Shuttle-Bus zu unserem Flugzeug gebracht. Der A350-900 steht in Sichtweite zum Gate, das kurze Stueck koennte man theoretisch auch laufen. Natuerlich geht das nicht…

 

 

Wie schon erwaehnt, wird der verschobene Flug nun von Eurowings Discover durchgefuehrt. Die brandneue Ferienfliegersparte ist eine Lufthansa-Tochter mit rasantem Wachstum. Die erst im Jahr 2021 gegruendete Fluglinie ist eine komplett eigene Airline und hat zunaechst die Langstreckenfluege von Eurowings uebernommen.

 

Derzeit besitzt man jedoch noch zu wenige Flugzeuge fuer die zahlreichen neuen Ziele, die man anfliegen moechte. Und um Flugstreichungen zu vermeiden, hat man die aus 16 Flugzeugen bestehende Flotte (Stand Maerz 2022, nur A320 und A330 Modelle) aktuell mit speziellen Leasingvertraegen aufgestockt.

 

Da die Konzernmutter Lufthansa keine passenden Flugzeuge zur Verfuegung stellen konnte – die wurden dort selbst benoetigt – hat man mit Finnair entsprechende Vertraege abgeschlossen. Bis zum Ende des Sommers werden drei Airbus-Flugzeuge des Typs A350-900 samt Besatzung zur Verfuegung gestellt, um verschiedene neue Ziele anfliegen zu koennen – unter anderem eben auch den Nonstop-Flug von Muenchen nach Las Vegas. Finnair leidet sowieso unter den Sperrungen des russischen Luftraums sowie einem broeckelnden Asiengeschaeft, da ist diese Kooperation fuer beide Seiten von Vorteil.

 

 

Der A350 gilt zurzeit als eines der modernsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Bei diesem Flugzeugtyp liegt der durchschnittliche Verbrauch auf 100 km Flugstrecke pro Passagier nur noch bei 2,5 Litern Kerosin. Ausserdem sollen die Laermemissionen durch ein spezielles Design deutlich niedriger sein als bei anderen Flugzeugen.

 

Im A350 von Finnair gibt es 251 Sitze in der Economy Class und 46 Sitze in der Business Class. Aber… es gibt keine Premium Economy. Das bedeutet, dass die Kunden, die urspruenglich Premium Economy gebucht hatten, in diesem Flugzeug in der Business Class Platz nehmen duerfen.

 

Die Business Class Kabine bei Finnair ist zweigeteilt. Im vorderen Bereich mit 32 Sitzen werden die echten Business Class Kunden untergebracht, im hinteren Bereich mit 14 identischen Sitzen die Kunden der Premium Economy. Die 1-2-1 Anordnung der Sitze, die sich zu einer zwei Meter grossen Liegeflaeche umklappen lassen, laesst jedem Passagier enorm viel Platz.

 

 

Wie im Vorwort bereits erwaehnt, werden wir auf dem Rueckflug tatsaechlich in den Genuss kommen, diese Sitze ausprobieren zu duerfen. Voll der Hammer… als wir beim Boarding die Business Class Reihen passieren, koennen wir uns ein breites Grinsen nicht verkneifen. Wir werden wohl zwar "nur" den Service der Premium Economy bekommen, aber was solls? Auf die Sitze kommt es an.

 

In Reihe 28 klettere ich auf den Fensterplatz, Michael setzt sich neben mich. In der Economy gibt es bis auf ganz wenige Ausnahmen nur eine 3-3-3 Anordnung der Sitze, sodass wir noch einen Nachbarn haben. Aber auf dem Hinflug ist das nicht weiter tragisch.

 

Der Start des Fluges verzoegert sich dann leider um eine knappe Stunde, sodass wir erst kurz nach 19.20 Uhr starten. Allerdings scheint der Jetstream derzeit guenstig zu sein, denn die Gesamtflugzeit wird mit 10 Stunden und 20 Minuten angegeben – deutlich weniger, als urspruenglich veranschlagt.

 

 

Als wir bald darauf die Reiseflughoehe erreicht haben, betraegt die Geschwindigkeit fast exakt 1.000 km/h. Die Frage zum Essen lautet dieses Mal Chicken oder Vegetarisch, wir entscheiden uns wie fast immer fuer das Chicken. Geschmacklich ganz ok, aber nicht ueber dem Durchschnitt.

 

Ich goenne mir wie immer Internet auf dem Flug, das wie vor der Pandemie und wohl branchenueblich zwanzig Euro kostet. Neu ist, dass man fuer die Kopfhoerer zahlen muss, wenn man keine eigenen hat. Allerdings sind zwei Euro pro Kopfhoerer jetzt auch nicht wirklich viel.

 

Kurz vor 22.45 Uhr MEZ erreichen wir Groenland. Da wir ueber der Tragflaeche sitzen, koennen wir nicht viel sehen. Die Aussenkameras zeigen jedoch einen relativ bewoelkten Himmel, nur vereinzelt sind einige Berge zu sehen.

 

Ich seh mir dann zwei maessig interessante Filme an, Michael zwei Action-Kracher vergangener Jahre, die wir natuerlich bereits gesehen haben. Aber immerhin bringen wir auf diese Weise die Zeit bis zur Landung halbwegs vernuenftig vorueber.

 

 

Kurz vor neun Uhr abends landen wir in Las Vegas, muessen dann aber fast 20 Minuten im Flugzeug warten, bis der Captain die Erlaubnis zum Oeffnen der Tueren bekommt. Das hatten wir so auch noch nie. Aber dann betreten wir endlich wieder unser Lieblingsreiseland.

 

Der Flughafen wurde im Dezember 2021 nach dem frueheren Senator Harry Reid umbenannt und heisst also nun Harry Reid International Airport. Auf dem offiziellen Welcome-Sign des Flughafens ist diese Aenderung jedoch noch nicht vollzogen worden - jedenfalls nicht ueberall.

 

Der alte Name des Airport war von 1948 bis 2021 McCarran International Airport, benannt nach dem Senator Pat McCarran.

 

 

Es war wirklich eine verdammt lange Durststrecke, es ist jetzt exakt 960 Tage her, dass wir zuletzt auf amerikanischem Boden gestanden sind. Leider muessen wir die erste Stunde gleich mal in der langen Schlange bei der Immigration verbringen.

 

Als wir dann endlich durch sind, sind unsere Koffer bereits da und wir koennen relativ schnell aus dem Airport zum Haltepunkt fuer die Shuttle Busse gehen. Eines steht bereits fast voll beladen da und wir duerfen gerade noch mit.

 

 

Die Fahrt zum Rental Car Center ist kurz und am Schalter von Alamo ist auch nicht viel los. Wir haben online bereits alles erledigt, sodass wir nur mehr unsere Kreditkarte und den Fuehrerschein vorlegen muessen und dann gleich zur Choiceline weiter koennen. Die ist bei den Standard SUVs allerdings ziemlich mau.

 

Eine Hand voll Chevrolet Equinox und ein Grand Cherokee sind verfuegbar, letzterer hat allerdings bereits fast 80.000 Meilen runter und ist in keinem guten Zustand. Auf Nachfrage bietet man uns noch einen Nissan an, aber auf einem Roadtrip wir wollen eigentlich schon einen amerikanischen SUV. Da entdeckt Michael etwas abseits stehend und hinter dem Nissan versteckt einen Chevrolet Traverse LT… so einen hatten wir schon mal 2014 – und der war klasse.

 

Wieder marschiert Michael zu einem Alamo Mitarbeiter und fragt, wie es denn mit dem Auto dort drueben aussehen wuerde. Ja, den koennten wir auch nehmen. Ja klasse – da schlagen wir doch gleich zu. Im Dunkeln und um diese Uhrzeit machen viele Fotos vom Auto keinen Sinn, das holen wir in den naechsten Tagen dann mal nach.

 

 

Der Traverse hat gut 27.000 Meilen auf dem Tacho und eine tolle Ausstattung. Mit seinen drei Sitzreihen ist er wirklich riesig und wir fuehlen uns sofort wohl mit dem Auto. Bereits wenige Minuten spaeter erreichen wir damit das Luxor.

 

Das Valet Parking ist auch um kurz vor Mitternacht verfuegbar, diesen kleinen Luxus goennen wir uns im Luxor ganz gerne. Der Check In dauert nicht lange, fast genau um Mitternacht sind wir mit dem Gepaeck in unserem Zimmer. Leider ein etwas aelteres und nur im fuenften Stock, doch fuer zwei Naechte stoert uns das nicht.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

 

 

 

Ein erster kleiner Daiquiri von Fat Tuesday muss dann aber doch noch sein. Noch einmal verlassen wir das Zimmer und bestellen uns einen 190 Octane - nein zwei! Seit neuestem gibt es den 190 Octane in mehreren Geschmacksrichtungen, ich nehme den regulaeren und Michael den mit Kirschgeschmack. Beide sind natuerlich unglaublich lecker.

 

 

 

 

 

Schliesslich nehmen wir noch einen kleinen Mitternachtssnack bei Johnny Rocket ein. Dann aber fallen wir gegen halb zwei Uhr morgens hundemuede in unsere weichen und saubequemen Betten.

 

 

  Hotel / Motel: Luxor Las Vegas
    Fruehstueck: Nein            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   39°C    
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   8 km    
       
   

Bewertung:

 

Immer noch unser Lieblingshotel in Las Vegas, auch wenn es schon etwas aelter ist. Die Pyramidenform ist einfach etwas besonderes und der Preis fuer ein Strip-Hotel in der Regel klasse!

 

 

 

Montag, 27.06.2022 (Tag 2) - Las Vegas - (Shopping) Day

 

Der Wecker klingelt, es ist sieben Uhr morgens. Gestern - oder besser gesagt heute Nacht - sind wir sofort eingeschlafen und wurden bis gerade eben nicht einmal wach. Auch wenn Michael sich noch muede die Augen reibt und ein wenig protestiert, heisst es jetzt raus aus den Federn, auch wenn's schwer faellt.

 

Nach dem Aufstehen verlassen wir unser Zimmer und stehen auf dem langen Gang, der fast wie ein Balkon auf jedem Stockwerk innen einmal rund um die Pyramide verlaeuft. Auch wenn wir nur im fuenften Stockwerk sind, ist der Blick nach unten klasse. Oh Mann - wie haben wir das vermisst.

 

Aber jetzt geht es erstmal zum Fruehstueck zu Johnny Rocket. Wir brauchen dringend einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen. So richtig hungrig sind wir allerdings noch nicht.

 

 

 

 

Um viertel nach acht lassen wir uns vom Valet Parking unseren Traverse bringen und starten in unseren ersten echten Urlaubstag. Und der verlaeuft ja erstmal ganz anders, als urspruenglich geplant - naemlich mit einem zusaetzlichen Tag in Las Vegas gleich zu Beginn unserer Reise.

 

Durch den extrem spaeten Flug haben wir gestern unsere ueblichen Einkaeufe bei Walmart streichen muessen. Das muessen wir zwangslaeufig heute nachholen. Das wollen wir jetzt als allererstes erledigen, danach soll es mit dem ersten Outlet-Besuch weitergehen.

 

Um viertel vor neun erreichen wir das Walmart Supercenter am W Charleston Blvd. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie riesig diese Laeden sind. Jetzt decken wir uns wie ueblich mit allem ein, was wir fuer die naechsten Tage so brauchen. Also Lebensmittel, Getraenke und noch so einiges mehr. Vor allem unsere Lieblings-Kuehlbox darf nicht fehlen, denn bei Temperaturen von bereits jetzt wieder mehr als 30°C muss alles gut gekuehlt werden.

 

   
   

   

 

Um kurz vor elf erreichen wir als zweiten Stop heute die nahe gelegenen Las Vegas Premium Outlets North. Im Gegensatz zu den Outlets suedlich des Strips sind die Geschaefte hier von aussen zugaenglich, was in der Hitze natuerlich durchaus anstrengend sein kann. Aber wir moegen ja diese Temperaturen und die Nord-Outlet hat uns schon immer ein wenig besser gefallen als die im Sueden.

 

 

Der Dollarkurs ist ja derzeit leider nicht der Beste und auch die Preise sind ueberall deutlich gestiegen. Trotzdem sind wir unglaublich happy, endlich wieder eine amerikanische Outlet unsicher machen zu koennen. Es mag vielleicht nicht mehr viel guenstiger sein als in Deutschland, aber die Auswahl ist um ein vielfaches besser als in deutschen Geschaeften. Zumindest bei den Marken, die uns interessieren. Ob wir auch irgendwelche Schnaeppchen ergattern koennen, werden wir gleich sehen. 

 

Und siehe da - trotz des Dollarkurses gibt es reichlich gute Angebote. Da sich das Verhaeltnis zwischen Euro und Dollar nahe der Paritaet bewegt, brauchen wir im Kopf nicht allzu viel umzurechnen. Ein Dollar ist so Pi mal Daumen ein Euro - ist eben so.

 

 

Tatsaechlich koennen wir ein paar unglaublich gute Schnaeppchen ergattern, sodass wir morgen zum Start unseres Roadtrips ausreichend Klamotten zum Wechseln haben werden. Gefaellt uns. Erst gegen halb drei verlassen wir die Outlet wieder, zwischendrin haben wir uns bei Subway mit einem leckeren footlong Sandwich gestaerkt. Die Zeit ist wirklich wie im Flug vergangen.

 

Noch haben wir aber nicht genug vom Shoppen, ein Geschaeft wollen wir noch besuchen. Anstatt ueber die Interstate fahren wir aber ganz gemuetlich ueber den Strip in Richtung unseres Hotels. Tatsaechlich hat sich so manches veraendert hier, besonders zwischen The Strat (dem frueheren Stratosphere Tower) und dem Treasure Island.

 

Im Jahr 2021 wurde in diesem Bereich das Resorts World Las Vegas fertig gestellt. Der Komplex mit seinen 59 Stockwerken hat stolze 4,3 Milliarden Dollar gekostet, was ihn zum teuersten jemals in Las Vegas gebauten Resort macht. Die 3.506 Zimmer gehoeren jedoch nicht zu einem einzigen Hotel, sondern verteilen sich auf das Las Vegas Hilton, das Conrad Las Vegas und das Crockfords Las Vegas.

 

Ende 2023 soll dann auch endlich das Fountainebleau Las Vegas fertig gestellt werden, mit dessen Bau bereits im Jahr 2007 begonnen wurde. Nach mehreren Pleiten und Verkaeufen soll es nun wieder unter dem urspruenglichen Namen eroeffnen.

 

 

 

 

Aber auch zentral am Strip wird sich ganz gewaltig etwas veraendern. Im Dezember letzten Jahres wurde bekannt gegeben, dass Hard Rock International das Mirage von MGM Resorts fuer mehr als eine Milliarde Dollar erworben hat. Das bisherige Gebaeude wird dann umbenannt und unter dem Namen Hard Rock Hotel Las Vegas weitergefuehrt werden.

 

Doch die eigentliche Sensation ist nicht die Umbenennung, sondern der zusaetzliche Bau eines Guitar Hotels nach dem Vorbild des bereits eroeffneten Hotels in Hollywood, Florida (siehe Foto). Das dortige Guitar Hotel ist zwischenzeitlich zur absoluten Touristenattraktion geworden, gleiches moechte man nun auch in Las Vegas erreichen.

 

Entstehen soll das neue Gebaede in Gitarrenform direkt vor dem jetzigen Hotel, etwa dort, wo aktuell der beruehmte Vulkan und der kleine See liegen. Diese Attraktionen werden also leider bald verschwunden sein.

 

 

Wir fahren an unserem Hotel dem Luxor sowie dem Mandalay Bay vorbei ohne zu stoppen. Auch hier wird sich bald einiges tun, denn bis zum Jahr 2024 soll der Strip das erste Mal seit dem Bau des Mandalay Bays im Jahr 1999 wieder nach Sueden wachsen.

 

Das neue zwanzig Stockwerke hohe Dream Las Vegas mit 531 Zimmern soll im Prinzip gegenueber dem Mandalay Bay gebaut werden. Damit waere es dann das Strip Hotel, das am naechsten zum beruehmten Welcome to Las Vegas Sign und dem Las Vegas International Airport steht. Wir sind wirklich gespannt, wie schnell das Projekt dann tatsaechlich verwirklicht werden kann.

 

 

Etwa fuenfeinhalb Meilen vom Luxor entfernt ist Outdoor World, ein riesiges Geschaeft, das wir auch bereits mehrfach besucht haben. Hier kann man von Booten bis zu Waffen, von Campen bis Angeln so ziemlich alles kaufen, was man sich so fuer Aktivitaeten im Freien vorstellen kann. Die unglaubliche Groesse beeindruckt uns jedes Mal wieder aufs Neue.

 
   

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

Ein paar Kleinigkeiten nehmen wir hier noch mit, dann aber geht es zurueck zum Luxor. Die Fahrt dauert nicht lange und beim Valet Parking ist auch nichts los.

 

Wir geben unseren Traverse ab und bringen unsere Beute schnell aufs Zimmer. Dann springen wir in unsere Badeklamotten und kuehlen uns anschliessend noch ein wenig im Pool ab. Die Wassertemperatur ist perfekt - nicht zu warm und nicht zu kalt.

 

Viel Zeit bleibt uns leider nicht, denn die Oasis Poollandschaft schliesst leider bereits immer um sechs Uhr abends. Aber eine knappe Stunde ist besser als nichts.

 

 

 

Dann aber machen wir den Strip das erste Mal unsicher. Vom Luxor geht es ueber die Moving Walkways, die leider allzu oft gar nicht moven, ins Excalibur und von dort zum New York New York.

 

   

 
   

 

Da sich der Hunger noch halbwegs in Grenzen haelt, statten wir nun erstmal World of Coca Cola und M&Ms World einen Besuch ab. Ganz gleich, wie oft wir hier sind, in diese beiden Laeden muss ich einfach immer rein.

 

   
   

 

So langsam bekommen wir dann aber doch Hunger. Und wer uns kennt, weiss, was das bedeutet. Ja, auch daran hat sich nix geaendert... Bei unserem letzten Besuch 2019 war die neue Fussgaengerbruecke vor dem Hard Rock Cafe noch im Bau, mittlerweile ist sie natuerlich fertig gestellt. Erstaunlicherweise verdeckt sie ein gutes Stueck der grossen Gitarre.

 

Es ist halb acht und ich freu mich tierisch auf meine Tupelo Chicken Tenders. Michael natuerlich nicht weniger auf seinen Legendary Burger. Wir waren wirklich viel zu lange nicht mehr hier.

 

   
   

 

Das Essen ist wie immer megalecker und wir freuen uns beide jetzt schon auf die naechsten Besuche hier - allerdings erst gegen Ende unserer Reise. Nachdem wir beide so richtig satt sind, wollen wir aber natuerlich noch etwas den Strip hinauf.

 

Ein wenig schockiert sind wir, als wir die ganzen geschlossenen Laeden und Bars sehen. Wir wissen nicht, ob sie wegen der Corona-Krise mit den Lockdowns pleite gegangen sind oder aufgekauft wurden, um etwas Neuem Platz zu machen. Jedenfalls ist es ein echt trauriges Bild.

 
   

   

 

Um unsere Stimmung wieder etwas zu heben, stoppen wir ausnahmsweise mal bei Fat Tuesday.

Und da wir wegen der ganzen geschlossenen Laeden so traurig sind, nehmen wir gleich mal einen etwas groesseren Becher.

 

 

Den restlichen Abend verbringen wir dann aber bei unseren geliebten Fountains of Bellagio. Auch eines dieser Dinge, die wir in den letzten drei Jahren so unglaublich vermisst haben.

 

Es herrscht ganz schoen Betrieb hier, doch ehrlich gesagt sind wir froh, dass wieder was los ist in Vegas. Denn eine ganze Zeit lang waren wir uns nicht sicher, ob diese Stadt die Corona-Krise tatsaechlich ueberstehen kann. Gut, dass jetzt wenigstens wieder ein kleines Stueck weit die Normalitaet zurueckgekehrt ist. Auch wenn es natuerlich noch immer ein weiter Weg bis zum Niveau der Zeit vor Corona ist.

 
   

   

   
 

 

Die Zeit vergeht auch hier wieder rasend schnell und da wir morgen frueh aufstehen wollen, muessen wir uns bald auf den Rueckweg machen. Dieses Mal gehen wir aber auf der anderen Seite, hier stehen die grossen Hotels mit ihren Luxusgeschaeften. Da werden hoffentlich nicht so viele Laeden Pleite gegangen sein.

 

Den Schuh, in dem ich kurze Zeit spaeter stehe, kennen wir bereits ganz gut. Neu fuer uns ist ein Barbie-Geschaeft, das wir hier bisher jedenfalls noch nicht bemerkt hatten. Allerdings sind fast alle Laeden schon zu, sonst haette ich mir bestimmt was von Prada, Gucci oder Louis Vuitton gegoennt. Ich kleine Luxusmaus...

 

 
   

 

Kurz bevor wir zurueck in unserem Zimmer sind, treffe ich noch ein paar Muskelmaenner zu einem netten kleinen Fotoshooting. Gegen Mitternacht fallen wir dann aber hundemuede in unser Bett und schlafen sofort ein. Und Nein - ich habe nicht von den Muckiboys getraeumt. Zumindest wuerde ich das niemals zugeben - was wuerde Michael da denn denken? Gut Nachti!

 

   

Eine Slideshow zu unseren ersten Tagen in Las Vegas mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

   

 

 

  Hotel / Motel: Luxor Las Vegas
    Fruehstueck: Nein            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   43°C    
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   58 km    
       
   

Bewertung:

 

Immer noch unser Lieblingshotel in Las Vegas, auch wenn es schon etwas aelter ist. Die Pyramidenform ist einfach etwas besonderes und der Preis fuer ein Strip-Hotel in der Regel klasse!

 

 

 

Dienstag, 28.06.2022 (Tag 3) - A Route 66 Revival Trip

 

Heute werden wir nur wenige Minuten vor unserem sieben Uhr Wecker wach. Wie gestern auch schon gehen wir zu Johnny Rocket zum Fruehstuecken, packen dann unsere sieben Sachen zusammen und starten mit einem Tag Verspaetung unseren Roadtrip. Eigentlich geht unsere 15. gemeinsame USA-Reise jetzt erst richtig los...

 

Normalerweise verlassen wir das Luxor immer schweren Herzens, doch dieses Mal faellt es uns leicht - denn wir kommen ja bald wieder. Auch am Ende unserer Reise werden wir hier naechtigen, dann hoffentlich in einer etwas hoeheren Etage.

 

Wir starten gegen halb neun in Richtung Boulder City, wo wir zu einem ersten uns sehr gut bekannten Punkt wollen: dem Lake Mead National Recreation Area Welcome Sign. Hier waren wir schon oefter, im Prinzip gilt das heute jedoch fuer die ganze Strecke. Wir fahren sozusagen den Klassiker.

 

Es ist noch nicht einmal neun Uhr morgens und wir haben bereits wieder knapp 37°C. Hier ist das im Sommer aber ja eigentlich ganz normal.

 
   

   

   

 

 

Endlich haben wir nun auch mal Zeit, unseren Mietwagen ein wenig naeher zu inspizieren - und vor allem auch zu fotografieren. Von unserer Reise 2014 kennen wir ja das alte Modell des Chevrolet Traverse schon richtig gut, damals waren wir etwa 7.200 Kilometer mit ihm unterwegs. Da wir den Yellowstone National Park ja streichen mussten, werden es dieses Mal deutlich weniger Kilometer sein.

 

Einen Standard-SUV zu buchen, hat in diesem Jahr wirklich gedauert und Nerven gekostet. Die Preise waren teilweise dermassen astronomisch, dass nicht mal ein kleiner SUV drin gewesen waere. Anfang des Jahres wollten die tatsaechlich fuer einen SUV ab Las Vegas zu unserer Reisezeit mehr als 4.000 € fuer drei Wochen.

 

Wir haben ernsthaft ueber einen dreiwoechigen Las Vegas-Urlaub ohne Auto nachgedacht, denn solche Preise sind wir einfach nicht bereit zu zahlen. Irgendwann gab es dann Angebote fuer einen Pick-up, die sich in einem halbwegs ertraeglichen Bereich bewegt haben - immer noch viel viel zu teuer, aber bezahlbar. Den haben wir dann eben zur Sicherheit erstmal gebucht.

 

Viele Wochen spaeter war dann der Midsize-SUV nur mehr ein paar Euro teuerer als der Pick-up, also haben wir storniert und den genommen. Dann gingen die Preise weiter runter, also noch mal Storno und neu gebucht. Nach dem vierten Storno war dann am Ende der Standard-SUV, den wir ja meistens buchen, wieder erschwinglich. Immer noch deutlich teuerer als 2019, aber zu einem Preis mit dem man leben kann.

 

 

Vom Lake Mead Welcome Sign ist es nicht mehr weit zum Hoover Dam, den wir nach laengerer Zeit auch mal wieder sehen wollen. Zunaechst halten wir am Parkplatz fuer den Besuch der großen Brücke ueber den Colorado River. Die Mike O'Callaghan - Pat Tillman Memorial Bridge ist immer wieder beeindruckend. Da geht's richtig tief runter, mit meiner Hoehenangst ist das gar nicht so leicht. Ganz neu wurde auch das Welcome to Nevada Sign gestaltet. Ist wirklich richtig gut gelungen.

   

   

   

 
   
   
   

 

(Flashback 2014 mit dem alten Welcome Sign - schaut's euch mal den sportlichen Kerl an... mei Mooo kann scho', wenn er will!)

 

Kurzentschlossen fahren wir noch das kleine Stueck zum Hoover Dam hinunter. Michael moechte sich den extrem tiefen Wasserstand noch kurz aus der Naehe ansehen. Da wir aber heute noch viel vorhaben, koennen wir nicht lange bleiben.

 
   

   

   
   
   

 

Zum Wasserstand selbst brauchen wir vermutlich nicht viel zu erzaehlen, die Bilder sprechen da ja fuer sich. Eine richtig traurige Angelegenheit und wenn nicht bald mal ein niederschlagsreiches Jahr kommt, sieht es fuer die grossen Stauseen im Westen und Suedwesten der USA und damit auch fuer die Wasserversorgung einiger Millionenstaedte richtig uebel aus.

 

Am 22.07.2022 berichtet NBC, dass neueste Satellitenbilder der NASA zeigen, dass der Wasserstand des Lake Mead derzeit auf absolutem Rekordtief steht. Das letzte mal, als der Wasserstand so niedrig war, war im Jahr 1937, als der See angestaut wurde.

 

Richtig gut sieht man das ganze Drama vom Lakeview Overlook aus, bei dem wir auf dem Rueckweg zur Interstate ebenfalls noch kurz anhalten. Wáhnsinn, wo das Ufer und die Marina jetzt liegen...

 
   

 

Eine Slideshow zum Hoover Dam mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Um halb elf machen wir wieder einige Souvenirfotos. Dieses Mal von einem Parkplatz aus, bei dem wir tatsaechlich jedes Mal, wenn wir hier vorbeigekommen sind, angehalten haben.

 

 

 

Von diesem Parkplatz aus ist es gar nicht weit bis nach Kingman, dass wir etwa 45 Minuten spaeter erreichen. Als wir hier 2017 uebernachtet haben, hatten wir keine Zeit, uns naeher umzusehen. Und 2014 war das Mr. D'z Route 66 Diner geschlossen.

 

Auch in diesem Jahr wollen wir nicht allzu viel Zeit verbummeln, aber einige Fotos muessen natuerlich schon sein. Besonders das mittlerweile doch sehr bekannte Route 66 Sign, durch das man hindurch fahren kann, hat es uns angetan.

 
   

   

 

Gleich auf der anderen Strassenseite ist Mr. D’z Route 66 Diner, das bisher immer geschlossen hatte, wenn wir vorbei gefahren sind. Doch heute hat es geoeffnet! Da muessen wir unbedingt gleich rein!

 

Das Cafe innen ist, wie man sich ein typisches Route 66 Diner so eben vorstellt. Ganz nach unserem Geschmack und viel groesser, als es von aussen den Anschein hat. Wir bestellen uns Kaffee, dazu gibt's leckere Pommes. Mehr wollen wir jetzt gar nicht essen, eben nur eine Kleinigkeit fuer zwischendurch.

 

   

   

 

Nachdem wir uns gestaerkt haben, fahren wir weiter auf der historischen Route 66 bis zum Hackberry General Store, auch immer ein Pflichtstop. Die anderen Stops auf dieser Route wie Mike’s Route 66 Outpost & Saloon oder das alte Ranchero Motel in Antares haben wir uns 2017 schon angesehen (klick), deswegen halten wir erst wieder in Hackberry.

 

Klar waren wir da auch schon zwei- dreimal, aber der General Store ist einfach urig - da muss man eben rein. Zu unserer Ueberraschung luemmelt die Haus- und Hofkatze, die wir bereits 2017 gestreichelt haben, im Laden auf der Couch rum.

 
   

   

 

Kurze Zeit spaeter fahren wir durch Peach Springs (erstes Foto unten), doch hier halten wir in diesem Jahr nicht wieder an. Auf unserer letzten Suedwestreise 2019 sind wir uns ja von hier aus mit dem Auto in den Grand Canyon hinuntergefahren - das war richtig klasse (klick).

 

Der naechste Stop heute ist erst wieder in Seligman. Dort gucken wir ein wenig nach neuen Fotomotiven, schliesslich will man ja nicht immer das gleiche knipsen. Tatsaechlich finden wir neben altbekanntem auch ein paar Sachen, die wir bisher entweder uebersehen hatten oder die es 2019 einfach noch nicht gegeben hat.

 

Seligman ist auch einer dieser Orte, da koennte ich jedes Jahr halten, nur um ein wenig herumzulaufen und zu fotografieren. Es ist einfach richtig nett hier.

 
   

   

   

 

Kurz nach Seligman hatten wir 2014 mal Fotos gemacht, wie wir mitten auf der Strasse auf einem Route 66 Sign sitzen. Wir suchen und suchen, doch als wir es am Ende dann endlich entdecken, muessen wir enttaeuscht und ohne Foto abziehen. Das Route 66 Sign ist so ausgewaschen, dass es kaum mehr erkennbar ist. Sehr schade.

 

Kurz vor Ash Fork setzt ploetzlich Regen ein, ein heftiger Gewitterschauer, der aber zum Glueck nicht lange dauert.

 
   

   

   

 

Naechster Halt und dann fuer uns auch das Ende unserer Route 66 Revival Fahrt ist Williams. Wie in Kingman oder Seligman kann man auch in diesem netten Staedtchen immer wieder mal vorbei schaun und einfach drauf los knipsen. Fotomotive gibt es ebenfalls in Huelle und Fuelle und das das Route 66 Flair ist ueberall zu sehen und zu spueren. Wir moegen halt den Kitsch einfach.

 

Eine Slideshow zur Route 66 mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden. Und unser Route 66 Special mit vielen Infos zur Mother Road und den Sehenswuerdigkeiten entlang der Strecke gibt es hier.

 
   

   

   
   

 

Auch in Williams bleiben wir nicht lange, aber selbst diese kurzen Stops halten erstaunlich lange auf. Unglaeubig schauen wir auf die Uhr und bemerken erst jetzt so richtig, wie schnell die Zeit vergangen ist. Es ist bereits nach vier Uhr und damit wird es wirklich Zeit, sich auf den Weg zu unserem heutigen Ziel zu machen.

 

Bis Flagstaff geht es nun auf der Interstate weiter. Dann aber biegen wir ab und fahren ueber den Oak Creek Canyon in Richtung Sedona. Gleich zu Beginn der Strecke werden wir vor einer Baustelle und langen Wartezeiten gewarnt, nehmen diese aber nicht so wirklich ernst. Als wir dann bei den Serpentinen an der Baustellenampel stehen, sieht die Sache schnell anders aus.

 

Es stellt sich heraus, dass die Strecke mehr als zwei Meilen lang nur einspurig befahrbar ist, am Ende der Baustelle in Fahrtrichtung Sedona ist eine kleine Bruecke nur mehr zur Haelfte zu sehen. Wartezeiten zwischen 15 und 30 Minuten sollen wohl keine Ausnahme sein. Wir haben noch Glueck und nach etwa zehn Minuten duerfen wir weiterfahren.

 
   

   

 

Nach der Baustelle laeuft der Verkehr wieder recht fluessig und schon nach kurzer Zeit sehen wir die ersten roten Felsen, die die Stadt so wundervoll einrahmen. Sedona ist eine unserer absoluten Lieblingsorte, bereits zum vierten Mal sind wir hier und freuen uns jedesmal aufs Neue wie die Schnitzel.

 
   

   

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei Sedona leider auch: Sedona ist mittlerweile sauteuer. Bereits vor Corona waren die Motels hier nicht gerade guenstig, jetzt aber haben sich die Preise nahezu verdoppelt. Unser geliebtes Arabella, in dem wir bisher immer waren, ist fuer die kommenden zwei Naechte einfach nicht zu bezahlen gewesen.

 

So bleiben wir in diesem Jahr ausnahmsweise auf dem Hwy 89A in Richtung Cottonwood und checken ein im Green Tree Inn, einem wohl schon etwas aelterem Motel fast schon am Ortsende von Sedona. Die Zimmer sind jedoch sauber und relativ geraeumig, der Pool ist auch richtig schoen. Dass wir hier fuer das Arabella mehr als das zweieinhalbfache haetten hinblaettern sollen, war einfach nicht einzusehen.

 

Nur eine gute Meile entfernt ist die uns mittlerweile gut bekannte Picazzo’s Pizzeria, in der wir auch bereits mehrfach waren. Um viertel nach sechs lassen wir uns zwei richtig leckere Pizzas schmecken, bevor es dann zurueck zu unserem Motel geht.

 

Unser Besuch im Pool und anschliessend im Hot Tub wird allerdings dann doch recht ploetzlich von einem aufziehenden Gewitter beendet. Ein paar heftige Donnerschlaege zwingen uns zum Rueckzug. Aber schon nach dem Duschen ist der ganze Spuk wieder vorbei und wir koennen mit einem kalten Bud vor unserem Zimmer den lauen Abend geniessen.

 

Morgen steht dann endlich mal was Neues an. Unser erster Hike ist eigentlich Nachholprogramm unseres letzten Besuchs hier. Beim zu Bett gehen faellt uns dann ein Zettel auf, der im Zimmer liegt: es gibt keinen Roomservice! Frische Handtuecher bekommen wir an der Rezeption, eine Zimmerreinigung gibt es aber nur mehr auf ausdrueckliche Anforderung. Davon haben wir schon gehoert, das soll mittlerweile in sehr vielen Motels so sein. Mal sehen, wie das in den naechsten Unterkuenften so ist.

 
   

   

 

 

  Hotel / Motel: Green Tree Inn Sedona
    Fruehstueck: Ja            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   41°C    
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   502 km    
       
   

Bewertung:

 

 

Einfaches Motel mit schon etwas in die Jahre gekommener Ausstattung und eher maeßigem Fruehstueck. Aber die Zimmer sind geraeumig und sauber, deswegen wuerden wir das Motel als fuer Sedona-Verhaeltnisse halbwegs preiswerte Alternative durchaus empfehlen.

 

 

 

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